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Der deutsche Staat : Verfassung, Macht u. Grenzen 919 - 1914
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Langobardenkönige zurückgeht, eine gute Grundlage. Wie im deut-schen Neiche waren die Neichsbischöfe — wozu oft Deutsche erhobenwurden—die besten Stützen der Herrschaft. Weit schwieriger war es,die weltlichen Großen zu zügeln, doch hatte hier der Feudalismusnicht eine gleich zersetzende Kraft wie in Deutschland. Der Investitur-streit vernichtete diese Neichskirche, dann verloren die Bischöfe ihreweltliche Macht an ihre Stadtgemeinden, diese Genossenschaftenfreierer Bildung. Die Staufer hatten es in Teutschland mit Fürstenzu tun, in Italien vor allem mit den Städtern. Wohl hat Barbarossaauch hier das Alte zu erneuern versucht. Es wäre ihm noch wenigergelungen, wenn die Städte untereinander nicht uneins gewesenwären. Die Zwietracht der Städte, der sich daraus entwickelndenSignorien, dann Fürstentümer ward der hervorstechendste Zug derpolitischen Geschichte Italiens. Die beiden staufischen Friedrichehaben für die Einheit des italienischen Neiches gekämpft. Auf Fried-lich I. geht die Anlage großer Neichsburgen, die er zuverlässigenPersonen zuwies, und der Nückerwerb verlorenen Neichsguteszurück. Die Verwaltung wurde Beamten anvertraut. Ein Legatzunächst aus hohem Adel, dann auch aus den Neichsministe-rialen faßte sie zusammen. Tienstmannen des deutschen Reichessaßen in Städten und auf Burgen. Der Enkel Friedrich II. brachtewesentliche Elemente der Verfassung seines Neiches Sizilien nachNeichsitalien, doch verwendete er als Beamte weit weniger Deutsche.Der Sturz seiner Nachkommen ließ nur Trümmer des Neichsgutesübrig.

Die Besitzungen der römischen Kirche waren oft ein Gegenstanddes Streites. Der Gegensatz zu den Päpsten wurde noch wesentlichverstärkt, als der Staufer Heinrich VI. die Erbschaft des NeichesSizilien antrat und nunmehr der Kirchenstaat von Nord und Südumfaßt war, von einem Herrschaftsgebiete, das auch zur See mächtigwar. Das eigentliche Neich Italien war fast, wie einst das Lango-bardenreich, so küstenarm, wie es auf der Halbinsel denkbar ist.

In der Verwaltung Italiens spielen die königlichen Geldeinnahmen,die sogar von einem Teile der Königshöfe entrichtet wurden, eineweit größere Nolle als diesseits der Alpen. Noch unter Heinrich IV.sind uns Schatzämter in Pavia und Nom bezeugt. Eine einzige,

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