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Der deutsche Staat : Verfassung, Macht u. Grenzen 919 - 1914
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bestehen, neben denen sich langsam auch die Nechte der Immunitäts-herren mit ihren Gerichten entwickelten. Das allerschwierigste war imMittelalter die Kontrolle der Verwaltung. Karl schufMissatsprengel,wo dieKönigsboten auch durch Versammlungenund delegierteKönigs-gerichte die Kontrolle durchführten. Wurde das System peinlich auf-rechterhalten, so hatte das Niesenreich eine vortreffliche Organisation.Doch sie zerfiel bald. Der Zwiespalt zwischen der Einheit des staat-lichen Verbandes und den partikularen Gewalten trat damit wiederstark hervor, er blieb ein Charakteristikum unserer Staatsverfassung.Die Kirche des Frankenreiches, eine Landeskirche, mit deren Feh-lern und Vorzügen, ward durch eine innere Neformbewegung, ander Vonifatius einen erheblichen Anteil hatte, und durch die politischeLage zum engen Anschlüsse an das Papsttum gedrängt, wie diesesdie Stütze des Frankenreiches brauchte. Schon die Nachrichten überldie vorbereitenden Ereignisse bieten Anlaß zu vielen Streitfragen.)/ Wie es zu der Kaiserkrönung Karls des Großen (800) kam, ist beider Dürftigkeit und Unklarheit der Quellen, der verwickelten poli-tischen Lage und der Fülle von Möglichkeiten, die Einzelheiten unddie Gesamtheit zu deuten, ein äußerst schwieriges Problem. Nombarg in sich die hehrsten Erinnerungen. Es war die alte Kaiserstadt,die Deutung von Prophezeiungen Daniels durch Hieronymus stelltedas römische Neich als das letzte der vier Weltreiche hin, gab ihmeine eschatologische Bürgschaft. In Nom ruhten die Gebeine derbeiden Apostelfürsten, vor allem wuchs die Verehrung des heiligenPetrus, dessen Nachfolger der Papst war, der erste unter allenkirchlichen Würdenträgern, Nom war der Mittelpunkt des Glaubensund christlicher Sehnsucht. And doch lag es am Südrande des latei-nischen Kulturkreises. Noch gehörte es zum oströmischen Neiche,aber es lockerten sich die geistigen Beziehungen der zu Griechengewordenen Nomiier zum lateinischen Abendlande. Von dort herwar keine Hilfe zu erwarten, nahmen doch die langobardischen Königeden Byzantinern selbst einen ihrer festesten Sitze, Navenna, weg,wo der Exarch, dem auch Nom unterstand, residiert hatte.

Die Päpste dieser schicksalsschweren Tage hatten eine Deckungnötig, gegen die Langobarden, gegen Vyzanz und gegen die un-ruhigen Elemente in und um Nom. Es liegt im Wesen kirchlicher

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