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gleichgültig, ob er zum Kaiser gekrönt war oder nicht. Mit der An-nahme des Titels: „Erwählter römischer Kaiser" im Jahre 1507wird diese Unterscheidung aufzugeben sein, obwohl von kaiserlichenNechten nur ein sehr kleiner Nest übrig geblieben war.
2. Der deutsche Raum
SprachgrenzeundNeichsgrenze. Die Ausdehnung des abend»
ländischen Kulturkreises. Kolonisation und Kirche. Die
Südfront. Großer Aktionsraum. Vodenformung Teutsch.
lands und Frankreichs
Der Naum des deutschen Staates erlebte außerordentlicheSchwankungen. Das Neich Heinrich I. umschloß nach der Einver-leibung Lotharingiens alle deutsch redenden Stämme mit zweiAusnahmen. An der Küste des Kanals verblieben die südwestlichenVlaemen bei Frankreich, in Nordburgund andere Gaue noch überzwei Jahrhunderte bei der Krone Burgund, die inzwischen mitder deutschen verbunden worden war. Wie in Frankreich eine ein-heitliche Kochsprache die Dialekte auf den einfachen Hausgebraucheinschränkte, so hat die oberdeutsche Kochsprache dasselbe erreicht.Jedoch haben die Vlaemen und stärker noch die Niederländer sicheigene Kochsprachen entwickelt, vor allem seit dem Aufkommen desBuchdrucks.
Der Erwerb Lotharingiens fügte aber auch weite Strecken roma-nischer Sprache dem Neiche hinzu, die sich der französischen Koch-sprache anschlössen. Schon vorher gehörten zum Neiche Gebieteromanischer Zunge (in Graubünden und Tirol). An dem Laufe derElbe gab es auch slawisch Nedende. Für alle Zungen war noch dielateinische Sprache die Sprache der höchsten Kultur, der Urkundender Autoritäten in Staat und Kirche, gerade so wie in allen anderenkatholischen Neichen.
Das Neich Heinrichs hatte an den Alpen und an der Nordküstenatürliche Grenzen. War schon die Westgrenze ziemlich künstlich,die aber zunächst von dem Vruderreiche karolingischer Erbschaft, vonFrankreich zumeist respektiert wurde, so war die Ostgrenze fast ohnegesicherte natürliche Bedingungen. Das Ganze stellt sich als ein von