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Der hohe Adel im Leben des mittelalterlichen Köln
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8. Abhandlung: Aloys Schulte

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Reitz von Fretz von einem Ministerialen von St. Pantaleon ab-stammen, von Razo und seinem Sohne Hermann. 1 )

In einer Urkunde des Abtes aus der Zeit von 1220/6 er-scheinen auch zwei milites hinter dem Worte ministeriales, deneinen Sibertus findet man 1254 in einer anderen Abturkundewieder, wo er als Familiäre des Hofes in Süchteln auftritt. 2 )Der Abt hatte auch alle vier Hofämter. Das Truchsessenamtwurde 1295 von Lucas, dem Sohne des Truchsessen RitterHeinrich Schultheiß zurückgekauft. 3 )

Das sieht alles wie eine kleine Ministerialrat aus. Abereine regelmäßige Reihe von edelfreien Äbten oder gar einenedelfreien Konvent gab es nicht. Wohl war Abt Hermann(1082 1121) ein Graf von Zütphen.*) Der Abt Wolbero(1147 65), früher Mönch im Kloster, war aber der Sohn desKölner Bürgers Ratmer, 5 ) seine beiden Nachfolger Wichmann(116569) und Heinrich I (11691197) waren aus dem edel-freien Geschlechte von Hoorn; Waldever, der aus dem Klosterhervorgegangen war, verzichtete bald. Nach heftigen Streitig-keiten, die sich 8 Monate hinzogen, einigte man sich auf denPropst Heinrich von Werden (120020), der, da Werden nuredelfreie Mönche aufnahm, diesem Stande zuzurechnen ist. DerStand Heinrichs von Kamp (122027), Simons (122730) und

x ) Mitteil. Stadt. Archiv Köln 26, 138.

2 ) Hilliger S. 173, 28.

3 ) Hilliger S. 211 ff. mit Angabe der Einkünfte,pater meus exdebito ipsius officii ad mensam domini . . abbatis . . tamquam dapiferservire tenebatur et alia honesta servicia facere cum majoribua famulissuis, cum quibus et vestiri debebat et pabulari equus suus, si quem habebat."Unter den Zeugen erscheinen als fideles monasterii Godefridus dictusSafroth, Theodericus dictus Rayze milites, Ludewicus de Mümersloggesenior, Johannes Birkelin, Tilmannus dictus Cleingedang, Jacobus de Cal-dario, Hupertus dictus de Lig, Franbalgus filius Godefridi predicti, Henricusde Morsdorp, Gerardus dictus unbeschedene. Da dürften alte Ministerialenund Lehensleute mit einander vermischt erscheinen.

4 ) Erwiesen durch die Urkunde seiner Schwester bei Sloet, Oor-kondenboek der graafschappen Gelre en Zutfen nr. 188.

5 ) Auf ihn bezieht sich wohl die Erzählung des Cäsarius vonHeisterbach Dial. miraculorum lib. 3 cap. 36.

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