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Der hohe Adel im Leben des mittelalterlichen Köln
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Der hohe Adel im Leben des mittelalterlichen Köln.

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Erzbischof von Trier Kuno von Falkenstein, aber ihm war diesesAmt vom Papste verliehen worden.

Daß der Hochadel im deutschen Früh- und Hochmittelalter,von sehr seltenen Ausnahmen abgesehen, allein die Inful gewann,ist durch neuere Untersuchungen erwiesen.*) Köln bildete keineAusnahme, nur blieb hier die alte Regel über 1200 hinaus noch7 Jahrhunderte in Geltung.

Bei der Auswahl der Erzbischöfe sind zwei ganz verschiedenePerioden zu unterscheiden. Die ältere legte sie tatsächlich indie Hände des Königs, wie das den Grundanschauungen derPolitik entsprach; denn die Bischöfe waren im Besitze von welt-lichen, von Reichsrechten und sie waren die wichtigsten Trägerdes Gedankens der Reichseinheit. Daher haben die Könige auchmit Vorliebe nicht dem Bistum angehörige Männer ernannt undempfohlen, sondern im Gegenteil Fremde, ja Stammesfremde.Zwar im 9. Jahrhundert waren noch alle, bei denen die Heimatfestzustellen ist, Lothringer, die Ottonen aber bevorzugten ihresächsischen Stammesgenossen, so ward Bruno I (953965), desKaisers Bruder Erzbischof, Folcmar (f 967) entstammte demKloster Korvey, Gero (969 975) war der Sohn des Grafen desGaues Nordthüringen. Nach Everger (f 999) erhielten das Amtein Südfranke (Heribert), ein Bayer (Piligrim), und nach demLothringer Hermann IL Anno der Heilige, dessen Wiege aufder rauhen Alb gestanden hatte. An zwei Lothringer schließtsich Friedrich I (11001131) aus dem bayrischen Nordgau an.

Das Wormser Konkordat stellte das Wahlrecht fest, dassich langsam auf das Domkapitel einschränkte. Den größtenVorteil davon hatte der Adel des Erzbistums, denn nun wurdenaus ihm die Erzbischöfe entnommen. Der ersten Wahl versagteLothar die Bestätigung und die Wähler folgten dem Wunschedes Herrschers und mit Bruno II bestieg der erste der demgräflichen Hause der Berg enstammenden fünf Männer den erz-bischöflichen Stuhl, der letzte dieses Hauses war Engelbert derHeilige (ermordet 1225). Es war eben fast die Regel ge-

] ) Vgl. vor allem Schulte, Der Adel und die deutsehe Kirche imMittelalter. Studien zur Sozial-, Rechts- und Kirchengeschichte. 1910.

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