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2 (1760)
Entstehung
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Vorrede.würde es alsdann dermalen wohl mit denenWissenschaften in der Welt aussehen? HätteAristoteles durch diese Furcht, welche ihme schonvor Augen geschwebet, sich überwinden lassen,und seine Bücher unterdrucket, wo wäre alsdannjener grosse Schaz der Gelehrsamkeit, wofürdieselben nunmehro angesehen werden? HattePirgil seyn Vorhaben bewerkstelliget, und dasHeldengedicht ins Feuer geworfen, waͤre nichtin vortrefliches und bewunderungvolles WerkNachwelt geraubet? Hätten endlich alleübrigen ihre Arbeit, und Aufsätze zurük gehal-en, würden wir so viele und schöne Denkzei-den aufzuweisen haben, welche noch bis auf dieheutige Stunde sowohl dem Vatterlande zumnerklichen Vortheile, als ihren Urhebern zumnsterblichen Ruhm gereichen? Und wir, dieer dieses lebhaft anerkennen, und so viele lo-aswürdige Beyspiele vor uns haben, sollenan die Ersteren seyn, welche durch eine schnö-Furcht des Hasses, oder durch die bevorste-endeVerfolgungen sich abschrecken lassen,ihre Schriften mitzutheilen? Nein. Wann demgemeinen Wesen damit nur gedienet, wannnselben auch der allermindeste Vortheil dar-zufliessen kan; so müssen wir uns vielmehrihre rechnen, daß wir uns, und unserelfartals ein Opfer freymüthig darbie-Diese seynd die wahren patriotischen Ge-fünungen. Wer anders denket, wer andershandlet, der ist kein rechtschaffener Patriot, son-rn ein ohnnützes, und eigennütziges Mitglied,seine eigene Vortheile dem gemeinenBesten