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Zwölf vornehme wolgegründte Hauptursachen, warumb die reformirte evangelische Kirchen mit Doct. Luthers und seiner Nachfolger Außlegung der Wort Christi im heyl. Abendmahl, dadurch eine wesentliche doch unreumbliche, unempfindliche Gegenwart des Leibes und Bluts Christi allhie auf Erden in, mit und under dem Brot auch eine mündliche Niessung desselben eingefuhrt wird, nicht eins sein werden : von einer vornehmen Standts Personen auß heyl. göttlicher Schrift, gemeinen Consens und Zeugnissen der Altvätter unlängst getrewlich zusamengetragen ...
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Iohan. 6v.5.

Die Siebende Hauptursach.doch der leib bey niessung dises Abendmals wie auch bey der Taufdas seine verrichtet / vnd darzu ein geladen ist / daß er zu sterckungdes glaubens (so eigentlich in der seelen ist) die eusserliche von Gotgeheiligte zeichen zu sich nimbt/ So wird er auch dardurch seinerAuferstehung vergewissert / wie Tertullian sagt: Carodum mi-nistra & famula animae deputatur, consors & cohaeres inve-nitur. Et mox: Non possunt separari in mercede, quos operaconjangit. Das ist wie es Lutherus erkleret im grossen Catechismo-da er von der Tauf redet / obwol der leib allein das wasser fasset.die seele aber das wort / so werde doch der leib euch seelig / Dan wander seele geholffen sey so sey dem leibe auch geholfen.Vnnd wolle man hierbey sonderlich bedencken / daß wir alhiernicht von der algemeinen auferstehung / so den bösen vnd fromengemein ist / von welcher Cyrillus sagt: Impii communi resurre-ctionis lege resuscitabuntur. lib 2. in lohan. cap. 74. sondernvon der seligen auferstehung ad vitam handlen / derer werden wirim Abendmal des Herrn versichert. Da nun die mündliche oberna-türliche niessung des leibs Christi / darüber vnser gegentheil strei-tet / vns derselben seligen auferstehung vergewissern solte / so müstefolgen / daß entweder auch die Gottlosen (weil sie vnsers gegen-theils meinung nach/ eben so wol diser vbernatürlicher mündlicherniessung teilhaftig werden) dieselbe gewißheit ihrer seligen auferste-hung erlangen / vnd also selig werden / oder es muß der leib Christialso vbernatürlicher weise wündlich gessen / die gewißheit der seli-gen auferstehung nicht mit sich bringen / vnd also caro nicht alleincapernaiticè, sondern auch modo supernaturali comesta nichtsnütze sein /. Da doch Christus saget: Wer mein fleisch isset / der hatdas ewige leben / vnd ich wil jhn auferwecken am iüngsten tage. A-ber wir bleiben bey dem / daß wir im Abendmal des Herrn vnserauferstehung vergewissert / nicht wegen der ertichten mündlichenobernatürlichen niessung des leibs Christi / sondern daß wir durchdie eusserlichen zeichen zu der rechten innerlichen niessung gewiesenwerden / Zu welcher verrichtung aber keiner leiblichen gegenwartdes leibs Christi im brot von nöten ist / wie sie dan auch ihrem eige-nen bekentnis nach / darzu nicht nützet / sondern die Geistliche muß