Die Viertetherisch nennen / wan sie in gemein von den Sacramenten redendessen mit vns einig sein / wie auch in deme / daß im heiligen Abend-mal die eusserliche zeichen sind brot vnd wein/ das bezeichnete gutaber sey der leib vnd das blut Christi.Wann man nun nach art vnd eigenschaft der Sacrament hier-uon vrtheilen sol / so siehet je menniglich/ daß es demselben gantzvnd gar zuwider / daß der leib Christi / als das bezeichnete guth imbrot / als dem zeichen stecken / vnd so wol mit dem munde / al die zei-chen genossen werden sol / sondern dises erfordert die natur vnd ei-genschaft der Sacrament / daß das gesegnete brot ein eusserlichzeichen / vorbildung vnd auß Gottes verordnung ein siegel sey / dasder leib Christi dem menschen / so es braucht / zugeeignet werde/nemblich dergestalt wie bezeichnete güter dem menschen in dem Sa-crament zugeeigenet zu werden pflegen / das nemblich das hertz vnddie seele innerlich entpfehet / was die eusserliche zeichen auß Gottesbefehl vorbilden vnd andeuten / dardurch dan der natur vnd eigen-schaft dises Sacraments eine volle genüge geschicht / vnnd ist nichtnötig / daß das bezeichnete guth in den eusserlichen zeichen wesentlichverborgen seyVnd weil dan wie bemelt / die Sacramenta nicht geschirre sind /so das bezeichnete guth wesentlich in sich hetten / wie sol man danmuhtmassen / daß Christus also dauon habe reden wollen/ wie manvon geschirren pfleget zu reden? Daß man nemblich saget/ das istdas / an statt / in dem ist das. Ists nicht vielmehr gleublich / weil dieSacramenta zeichen sein / daß Christus auch also dauon habe redenwollen / wie man von zeichen pflegt zu reden? Nun ist das der brauelbey Gott vnd den menschen/ wan man von zeichen redet/ daß manden zeichen den namen des bezeichneten dings selbst gibt vnd spricht:Das ist das oder das/ da man sagen wil/ das is ein zeichendessen oder dessen / zum Exempel. In Göttlichen sachen von derbeschneidung sagte Gott: Das ist mein bund / da er sagen wolte /Gen. 17v. 18. 11. das sol ein zeichen sein meines bundes/ wie oben angezo-gen worden. Vnd ebener massen in weltlichen sachen: Wan manbey einem Fürstlichen Hofleger eine gemahlete hand mit einem beilanschleget /
Druckschrift
Zwölf vornehme wolgegründte Hauptursachen, warumb die reformirte evangelische Kirchen mit Doct. Luthers und seiner Nachfolger Außlegung der Wort Christi im heyl. Abendmahl, dadurch eine wesentliche doch unreumbliche, unempfindliche Gegenwart des Leibes und Bluts Christi allhie auf Erden in, mit und under dem Brot auch eine mündliche Niessung desselben eingefuhrt wird, nicht eins sein werden : von einer vornehmen Standts Personen auß heyl. göttlicher Schrift, gemeinen Consens und Zeugnissen der Altvätter unlängst getrewlich zusamengetragen ...
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