Die Drittehalben sein / wo die Göttliche ist / oder die zwo naturen in Christemuͤ sen getrennet werden / falsch vnd vnrecht sey / Weil sie selbst be-kennen / daß der Herr Christus zur zeit der niedrigung / mit seinemleibe nicht allenthalben gewesen. Dann ist zur selben zeit die gantze34. jahr vber/ als Christus im stande der niedrigung gewesen/ diepersönliche vereinigung der zwo naturen in Christo nicht zutrennetworden / ob schon der leib nicht an allen örten gewesen / da die Gott-heit ist / So folget auch noch itzo nicht / daß die zwo naturen getren-net werden / ob schon der leib Christi nicht allenthalben ist. Vandhindert nicht / das sie sagen / Christi leib habe zwar damals die kraftgehabt allenthalben zu sein / hette sichs aber nicht gebraucht/ Danes ist jtzo darumb zuthun / das sie vorgeben / wan Christi leib actunicht an allen örten were / da die Gottheit ist / so werden die naturengetrennet. Nun ist aber ihrer eigenen bekentnis nach / der leib Chri-sti actu damals nicht allenthalben gewesen / ob ers wol / ihrer meinung nach / hette thun können / Vnd sind doch die naturen darumbnicht getrennet worden/ wan gleich Christi leib acta noch nicht anallen orten ist. Daß aber etliche vorgeben / er sey albereit damalslocaliter auf erden / illocaliter eben so wol allenthalben gewesenist ein lauter geticht / traum vnd blosses vorgeben / darmit sie sich /vnd andere betriegen. Dann was sie von der personlichen vereini-nigung alhier anziehen / ist gantz vergeblich / sinthemal dieselbe ver-einigung geschehen ist salvis proprietatibus, darunter die locali-tas vnd reümligkeit eines wahren leibs die vornembste ist / vnnd kandurch keine fingirte illocalitet geendert werden.Zum andern / weil der Herr Christus sein erstes Abendmal imstande seiner niedrigung eingesatzt vnd gehalten/ so ist gewiß/ daßer / ihrer selbst eigenen bekentnis nach / domals mit seinem leibe nichtallenthalben / oder mehr als an einem ort gewesen. Nun hat aberder Herr Christus domals mit seinem warhafftigem leibe am tischgesessen / da er das Osterlamb daran gessen / er ist von den Jüngerngesehen vnd gefühlet worden: Darauß folget/ daß er nicht zugleichvnsichtbarer vnd vnentpfindlicher weise in / mit vnd vnter dem brotgewesen: Dan Christus hat seinen leib domals wie die Aposteln dasbrot gessen / im geringsten nicht verendert / Oder es wurde folgen/daß
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Zwölf vornehme wolgegründte Hauptursachen, warumb die reformirte evangelische Kirchen mit Doct. Luthers und seiner Nachfolger Außlegung der Wort Christi im heyl. Abendmahl, dadurch eine wesentliche doch unreumbliche, unempfindliche Gegenwart des Leibes und Bluts Christi allhie auf Erden in, mit und under dem Brot auch eine mündliche Niessung desselben eingefuhrt wird, nicht eins sein werden : von einer vornehmen Standts Personen auß heyl. göttlicher Schrift, gemeinen Consens und Zeugnissen der Altvätter unlängst getrewlich zusamengetragen ...
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