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Zwölf vornehme wolgegründte Hauptursachen, warumb die reformirte evangelische Kirchen mit Doct. Luthers und seiner Nachfolger Außlegung der Wort Christi im heyl. Abendmahl, dadurch eine wesentliche doch unreumbliche, unempfindliche Gegenwart des Leibes und Bluts Christi allhie auf Erden in, mit und under dem Brot auch eine mündliche Niessung desselben eingefuhrt wird, nicht eins sein werden : von einer vornehmen Standts Personen auß heyl. göttlicher Schrift, gemeinen Consens und Zeugnissen der Altvätter unlängst getrewlich zusamengetragen ...
Entstehung
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Tom.3.Ien. fol.Tom.3len. fol.457.b.

Die DritteAntwort. Gott ist ja Almechtig/ aber er thut darumb nicht baldwas wir vns einbilden / sondern was er wil: Vnnd ist dauon obenweiterer bericht geschehen / daß man auß der Almacht Gottes ohneseinen offenbarten willen nicht schliessen kan. So fragen wir nunbillich / wo es geschrieben stehe / daß Gott wolle / daß der eintzige leilChristi zugleich viel vnterschiedliche vnd wiederwertige weisen ansich haben solle / etwa zu sein? Doct: Luther spricht: Die Sophisten(das ist / die Papistische Schullehrer) sagen / Es seind dreyerleyweise an einem ort zu sein: Antwort Es reden die Scholastici fursich selbst von den sachen nicht vnrecht / dan sie sagen nicht / das ir-gend ein eintzig ding zugleich dreyerley weise etwa zu sein an sich ha-ben könne / sondern das sagen sie: Gleich wie dreyerley ding seyn:Leiber / erschaffene Geister / vnd Gott: Also seind auch dreyerlerweisen etwa zu sein: Dan ein leib ist an einem ort circumscriptive,das ist/ Also daß er mit gewissem raum vmbschrieben/ vnnd nichtgrösser oder kleiner ist / als der raum ist / darinnen er ist / darumb erauch sichtbar vnd begreiflich ist. Ein erschaffener Geist ist in einem.ort definitivè, das ist / Also daß er wol gewißlich an einem ort ist,aber doch mit keinem bestendigen gewissen raum oder grösse vmb-schrieben / auch keinen raum bedarf / sondern holtz vnd steine durch-fehret. Gott ist an allen örten repleti vè, das ist / Also daß er Hin-mel vnd erden mit seiner wesentlichen gegenwertigkeit erfüllet / dassagen die Sophisten: Daß nemblich diese drey unterschiedliche din-ge / Leiber / Geister vnd Gott / auch drey vnterschiedliche weisen ha-ben etwa zu sein. Daß aber irgend ein eintzig ding zugleich alle dreygemelte weisen an sich haben solte / etwa zu sein / das haben wederSophisten noch Papisten nie gesagt/ es hats auch sonst noch niekein mensch/ auch Gott selbst in seinem wort nie gesagt/ sondernDoct: Luther ist der einige vnd erste/ der es saget. Darumb fragenwir billich / warumb er es saget? Vnd was er dessen fur grund habeim wort Gottes? Er spricht / wir könnens ja nicht leugnen / dasChristus durch verschlossene thüren gangen/ vnd durch den versie-gelten Grabstein auferstanden sey / Vnd da müsse er ja ohne raumvnd ort gewesen sein / sintemal er die zugebliebene thür/ vnnd denversiegelten Grabstein durchfahren sey / wie ein Geist holtz vnndsteine