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Zwölf vornehme wolgegründte Hauptursachen, warumb die reformirte evangelische Kirchen mit Doct. Luthers und seiner Nachfolger Außlegung der Wort Christi im heyl. Abendmahl, dadurch eine wesentliche doch unreumbliche, unempfindliche Gegenwart des Leibes und Bluts Christi allhie auf Erden in, mit und under dem Brot auch eine mündliche Niessung desselben eingefuhrt wird, nicht eins sein werden : von einer vornehmen Standts Personen auß heyl. göttlicher Schrift, gemeinen Consens und Zeugnissen der Altvätter unlängst getrewlich zusamengetragen ...
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Häuptursach.wir es zusamen reimen? Sinthemal es je wieder einander leuft / vnd erjederman bekant ist / daß zwey widerwertige ding / wan sie auf eineneinigen / so fern er in einer natur betrachtet wird / gezogen werden /beisamen nicht bestehen können. Bißher Athanasius. Vnd ebendahin siehet auch Chrysostomus / das er saget: Ne existimemusſatis ad excuſationem nobis fore ignorantiam & ſimplicita- Homil.tem, Non enim bonos tantum, sed & prudentes nos esse ius-38. in lo-sit Dominus: Wir sollen nicht meinen / daß es gnug sey zu vnserer han.entschuldigung / wan wir vnsere vnwissenheit vnd einfalt anziehen:Dan es hat der Herr Christus nicht allein geheissen / daß wir fromb cesein / sondern auch daß wir fursichtig vnd klug sein sollen. Idem Chry-sostomus: Sacrae scripturae verba non vult DEVS ut simplici- Homil.ter, sed multâ cum prudentiâ intelligantur. Et Hilarius mo- 14. in lonet, ut quae sunt, legamus: & quae legerimus, intelligamus: Et han.Lib. 8. detunc perfectae fidei munere fungamur.Trin.Siehe / lieber leser / also haben die alten Kirchenlehrer derglei-chen einwürffen der ketzer begegnet / vnd sie abgelehnet. Vnd weilsich heutiges tages vnser gegentheil derselben argumenten von derAlmacht Gottes / vnd beiseidsetzung aller vernunft auch brauchet /so wolle doch ein jeder bedencken / auß was fur einem kocher wol sol-che pfeil genommen sind. Es ist aber auch hierbey insonderheit zumercken / daß wir vnsern grund nicht eigentlich vnd schlecht auß dermenschliehen vernunft nemen / sondern daß wir Gottes clare vn-streittige wort / vnd die articul vnsers Christlichen glaubens erstlichvorher setzen / vnd darnach erst sehen / wie sich die lehre so von vn-serm gegentheil vorbracht wird / darmit reimet / welches je keinwerck der blinden menschlichen vernunft / sondern der vernunf ist/die durch das wort Gottes vnterrichtet / vnd solch wort Gottes zur Psal. 119.leuchte ihrer füsse vor sich hat. Dann wann Gottes wort vnd rech-te vernunftige betrachtung desselben zusamen kommenkan man das vrtheil in Göttlichen sachen wol fellen / vnnd falschelehre von der reinen vnterscheiden: Welches dan Gott der Herr inallweg von vns haben wil / hat vns auch in seinem wort dieselbe auß-Rom. 12.trückliche Regul der prüfung vorgeschrieben / daß wir sehen sollenv.7.ob die außlegung seines worts dem glauben ähnlich sey. Ist also dieanalogia