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Zwölf vornehme wolgegründte Hauptursachen, warumb die reformirte evangelische Kirchen mit Doct. Luthers und seiner Nachfolger Außlegung der Wort Christi im heyl. Abendmahl, dadurch eine wesentliche doch unreumbliche, unempfindliche Gegenwart des Leibes und Bluts Christi allhie auf Erden in, mit und under dem Brot auch eine mündliche Niessung desselben eingefuhrt wird, nicht eins sein werden : von einer vornehmen Standts Personen auß heyl. göttlicher Schrift, gemeinen Consens und Zeugnissen der Altvätter unlängst getrewlich zusamengetragen ...
Entstehung
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Die Zweytesind / Vnd strack darauf: Du sprichst die wort sind clar /das ist mein leib / freilich sind sie clar / aber sie geben nicht /daß das brot aufhöre/ sondern vielmehr das es bleibe.Gleich wie sich nu Lutherus mit dem geschrey der Päbstler/DIEWORT SEIN CLAR/ nicht irren lassen/ Also lassen wirvns auch mit ihrem vorgeben nicht irre machen / sondern sagen mitLutheri eben denselben worten / Freylich sind die wort clar / aber siegeben nicht/ daß der leib Christi IN/ MIT vnnd VNTERdem brot wesentlich verborgen sey. Dann Christus saget nicht/in dem brot ist mein leib/ sondern/ das brot ist mein leib/welches notwendig nicht so vil heißt / als darinnen ist mein leib /sondern kan/ wie jtzo angedeutet/ noch eine andere schriftmessigemeinung haben.Sie sagen ferner / Wir wolten endlich eine figur vnd tropumgerne zulassen / wan es nur nicht eine solche figur ist / die den wahrenleib Christi auß dem Abendmal hinweg nimbt/ vnd nichts als lau-ter deuteley darauß machet. Hierauf antworten wir: Das wirdurch vnsere außlegung den wahren leib Christi mit nichten auß demAbendmal hinweg nemen/ vielweniger lauter deuteley darauß ma-chen. Dann es wolle der Christlicher Leser dises berichtet/ vnd esjederzeit wol eingedenck sein vnd in acht nemen/ wann wir die wortChristi: DAS IST MEIN LEIB/ also außlegen/ als het-te er sagen wollen / Das bedeutet meinen leib / daß solches allein aufdie schlechte außlegung der wort / oder den sensum grammaticum oder literalem gemeinet / wie man in Schulen ein wort durchdas ander zuerkleren pflegt. Wir lassen es aber darbey nicht blei-ben / sondern sagen ferner ad explicationem rei ipsius, vnnd zufernerer erklerung diser buchstablichen außlegung / von grund vn-sers hertzen / das wir darumb nicht meinen / es sey das brot allein einlehres vnd blosses zeichen/ oder allein ein schlechte abbildung vnnderinnerung desselben / wie etwa ein bild an der wand gemahlet / odereine Comoedia gespielet wird (an welchem sich dan alle / so dise lehrnicht recht inne haben/ noch vnsere meinung verstehen/ am meistenärgern