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nützigcn Unternehmen fein hielt, für die Folge einem Vereine mit beschränkterHaftpflicht nicht fern bleiben wird, wenn er den Hüchstbetrag, mit welchemer schlimmstenfalls haftbar bleiben kann, übersehen und gewissermaßen selbstbestimmen kann.
Einrichtungen zur Beleihung von Vodenerzeugnissen (Getreide,Wolle u. dergl.) sind weder für sich noch in Verbindung mit Absatzgenossen-schaften in der Provinz in nennenswerter Zahl vorhanden. An Versuchengenossenschaftlicher Einrichtungen dieser Art hat es zwar nicht gefehlt, dochhaben dieselben eine günstige Entwicklung leider selten erfahren.
Die Ursachen hierfür wird man unschwer in dem Umstände zu suchenhaben, daß genossenschaftliche Bildungen in der Provinz Posen wegen derfcharfen Trennung der hier neben einander lebenden beiden Nationalitätenimmer besonderen Erschwernissen ausgesetzt sind, und daß es deshalb nichtleicht wird, die Interessen einer Erwerbsklasfe so einhellig zu beleben, daßdie Mitglieder derselben geschlossen zusammengehen. Ein einheitliches Zu-sammenwirken deutscher und polnischer Landwirte läßt sich in der Provinzselbst dann kaum dauernd erzielen, wenn es sich um die Förderung gemein-samer Interessen handelt, denn es werden zumeist die nationalen Differenzenzu Spaltungen führen.
Nur in vereinzelten Fällen haben von Deutschen und Polen gemein-schaftlich begründete Vereinigungen zu wirtschaftlichen Zwecken dauerndenBestand gehabt, und zwar sind dies zumeist größere Aktienunternehmungenzur Verwertung von Bodenprodukten, wie Zuckerfabriken u. dergl. gewesen,bei denen die Verwaltung in den Händen intelligenter Interessenten aus demGroßgrundbesitzerstande liegt.
Unter diesen Verhältnissen ist es erklärlich, daß in der Provinz Posennur zehn landwirtschaftliche Rohstoffgenossenschaften, insbesondere Ein- undVerkaufsgenossenschaften und zwar sämtlich mit beschränkter Haftpflicht be-stehen. Von diesen befinden sich acht deutsche in den Orten Krotoschin,Obornik, Pleschen, Posen, Pudewitz, Samter, Strelno, Zlotnik und zweipolnische in Posen und in Strelno. Eigentliche Anstalten zur Veleihungvon Vodenerzeugnissen sind nicht vorhanden, vielmehr liegen diese Geschäftefast ausschließlich in den Händen von nicht selten recht unreellen Getreide-händlern, welche den Landwirten gleichzeitig die Verkaussgeschäfte ihrerProdukte vermitteln und ihnen zumeist ein Kontokorrent eröffnen, auswelchem sich jede andere Form des Geschäfts, des Darlehns, der Ver-pfandung u. s. w. — nicht selten unter wucherischer Ausbeutung ent-wickelt.
Hierin liegt ein großer Krebsschaden der Verhältnisse in der Provinz,