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Etablissements, die hauptsächlich in an größeren Flüssen belegenen Orten,wie z.B. in Küstrin, Beeskow, Neu-Ruppin und Brandenburg, angelegtworden sind. Es befinden sich in der Provinz 102 Stärkefabriken,darunter 78 landwirtschaftliche Nebenbetriebe.
Der Hauptsitz der Zuckerfabriken der Provinz Brandenburg ist imOderbruch; zu den dortigen und zugleich ältesten derartigen Fabriken derProvinz sind später noch diejenige in Prenzlau, in neuerer Zeit dieZuckerfabriken zu Strasburg in der Uckermark und Nauen getreten. DieZahl der Zuckerfabriken beläuft sich auf 13.
Ziegeleien, auch solche, die mit landwirtschaftlichen Betrieben ver-bunden sind, befinden sich in großer Zahl in den verschiedenstenGegenden der Provinz und sind vielfach in Händen bäuerlicher Besitzer;die größeren Ziegeleien sind zumeist in der Nähe der Flußläufe, nament-lich an der Ober- und Unterhabet, belegen.
Hausindustrie wird nur in verhältnismäßig wenigen Gegenden derProvinz, wenigstens soweit es sich um die ländliche Bevölkerung handelt,betrieben. In der Nähe der Fabrikstädte der Niederlausitz sowie beiStraußberg findet Tuchmachern und auch Pantoffelsabrikation als Haus-industrie statt; letztere findet sich in dieser Weise auch in der Umgegendvon Sonnenburg und Wusterhausen an der Dofse. In der Form derHausindustrie wird ferner Leinweberei im Spreewald, Cigarrenfabrikationin der Nähe von Oderbcrg, Bildmalerei bei Neu-Ruppin, Korbmachereibei Fürstenberg a. O., Holzpantoffelmacherei in der Gegend von Nauensowie an einigen andern Orten und schließlich Besenbinderei in ver-schiedenen Gegenden betrieben.
2. Der Befriedigung des Kreditbedürfnisses der bäuer-lichen Grundbesitzer, soweit es sich um den Pcrsonalkredit handelt, dienenvon den bestehenden Kreditinstituten in hiesiger Provinz verhältnismäßigam meisten die vorhandenen Raiffeisenschen Darlehnskassen sowie dienach ähnlichen Grundsätzen arbeitenden, dem Verbände der landwirtschaft-lichen Genossenschaften für die Mark Brandenburg und die Niederlausitzungehörigen Spar- und Darlehnskassen, ferner aber auch, wenigstens ingrößerer Zahl, die Schulze-Delitzschschen Vorschußvereine, welche letzterender Zahl nach bei weitem am meisten in der Provinz verbreitet sind.
An derartigen Kassen waren am 7. April dieses Jahres, bis zuwelchem Zeitpunkte der uns zugegangene Bericht reicht, in der Provinzvorhanden: