180 Bennu Meyer.
hinsichtlich der münsterfchen Geest auf 818 ykm oder 38,2 °/° Kulturlandund 1326,2 akm gleich 61,8 °/o unkultivierter Fläche herausstellt. (Vgl.Dr. Kollmann „Das Herzogtum Oldenburg :c." S. 18.)
Hinsichtlich der Bevölkerungsverhältnisse gehört das HerzogtumOldenburg zu den niedrigst bevölkerten Teilen des Deutschen Reiches.Wahrend der Durchschnitt für das ganze Reich nach der Bevölkerungs-statistik von 1891 eine Durchschnittsziffer von 91 Seelen pro <ikm ergiebt,weist die diesbezügliche Ermittelung für unser Herzogtum nur die Zahl52 als Durchschnitt pro cikin nach. Die drei Landesteile ergeben darinnun sehr beträchtliche Verschiedenheiten, indem die Marsch eine Be-Uülterungsdichtigkcit von 71, die oldenburgische Geest von 63 und diemünstersche von nur 30 Einwohnern pro cikin aufzuweisen hat.
Berücksichtigt man aber hierbei den Umstand, daß für die Populations-ziffer wesentlich die Ausdehnung des Kulturlandes in Betracht kommt,welche nach obigen Mitteilungen, soweit die Geestgebiete in Frage stehen,in sehr ungünstigem Verhältnisse zur Gesamtbodcnfläche steht, so ergiebtsich ein nicht unbeträchtlich günstigeres Zahlenvcrhältnis, welches sich fürdas ganze Herzogtum auf 105, und insbesondere für die Marsch auf79, für die oldenburgcr Geest auf 142 und für die münstersche Geestauf 95 Köpfe pro hkm herausstellt. Hierbei ist die Forstflache alsKulturland nicht mitgerechnet. Unter der nämlichen Voraussetzung be-trägt die relative Bevölkerung im ganzen Reiche 126, in der dem Herzog-tum Oldenburg zunächst liegenden preußischen Provinz Hannover 72.Zu berücksichtigen dürfte hierbei ferner die Thatsache sein, daß dasHerzogtum einen nur sehr beschränkten Umfang an städtischer Be-völkerung besitzt, wobei darauf hinzuweisen, daß die dichtere Bevölkerungder oldenburger Geest derjenigen der münsterfchen gegenüber wesentlichauf den Umstand zurückzuführen ist, daß innerhalb der erstern die StädteOldenburg (mit ca. 22 000) und Delmenhorst (mit ca. 10 000 Seelen)belegen sind.
Über die Vesitzverhältnisse in Hinsicht auf das Grundeigentum giebtder Grundsteuerklltaster für das Herzogtum zuverlässige Anhaltepunktean die Hand.
Danach betrug nach dem Status von 1891
die Anzahl der Besitzungen die abgeschätzte Fläche die mittlere Grütze einer
in ba Besitzung in Kll
49 825. 518 891. 10,44.
Die drei verschiedenen Landesteile ergeben hinsichtlich der durchschnitt-lichen Grüße einer Besitzung folgende Zahlen: In der Marfch 8,45 im,