Der Personallredit des ländl. Grundbesitzes im preußischen Saargebiet. 55
Tabelle III. Aufstellung der rein hypothekarischen Darlehen «nd der cesfiuns-weise übernommenen Steigpreife.
ä,.
L.
0.
v.
Namen der
Kassen
Hypothek«lel-
a. Anzahl
rische Dar-en
b. Summe
ÜbernommeneSteigpreise
ll. Anzahl ^ b. Summe
Durchschnitlshöhe
a,derDar-!b,d. Steig-lehen preise
^
^ll
^i
^ll
Merzig. . . .
388
735 395
2204
830 984
2175
37?
Saarburg . .
300
738 300
1895
758 000
2530
400
Saarlouis . .
821
2 291 890
4000
3 000 000
2792
750
Völllingen . .
708
1463 300
1070
394 237
2068
368
Summe ....
216?
5 248885
9169
4 983 221
Die Tabelle III ergiebt in erster Linie, daß die Durchschnittshüheder rein hypothekarischen Darlehen die Grenze weit übersteigt, welchebei den kleinen Erwerbsberhältnisfen des Bezirks das reine Personal-darlehn zulässig erscheinen laßt. Die Höhe des reinen Personaldarlehnsmit Vürgschastsstellung, welches bei einzelnen Kassen der Höhe nach auchstatutarisch (so bei Völllingen: Höchstbetrag 3000 Mark) beschrankt ist,bewegt sich nach Tabelle II Kolonne N im allgemeinen zwischen 300 bis467 Mark, mindert sich nur bei Ottweiler aus 213 Mark, um beiSt. Wendel auf 580 Mail und bei Saarburg sogar auf 1105 Markzu steigen. Die Ursache der außergewöhnlichen Größe der Durchschnitts-hühe der Personaldarlehen bei letzterer Kasse gegenüber den anderenKassen muß wohl darauf zurückgeführt werden, daß die mittlerenlandwirtschaftlichen Betriebe dort vorherrschen, kleinbäuerliche Netriebeweniger vorkommen, auch schon der im Kreise Saarburg gepflegte Wein-bau wohlhabendere Verhältnisse erzeugt, wahrend andererseits die In-dustrie nur durch eine 200 Arbeiter beschäftigende Lederfabrik ver-treten ist.
Was die Anzahl der reinen Personaldarlehen betrifft, fo ergiebtTabelle II Kolonne L deren 8994 auf eine Gefamtcinwohnerzahl von448 576 Seelen und kann hiernach schon, ohne Rücksicht auf die ge-mischte Kreditform der Cessionsgeschafte, die dem Perfonaltredit dienendeThätigkeit der öffentlichen Kassen als eine sehr ausgedehnte bezeichnet