§ 82. Sanct Oswad.
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I. Der Münchener Oswald MS. 1 )
Hss. M 2 ) München, Cgm. 719, 15. Jh. (vor 1444), bair.
I Innsbruck, 3 ) Mus. Ferdinandeum 1114, 2. Hälfte des 15. Jhs., von zwei Händen Ii undh geschrieben, h ist bair., h schwäb.
S Bibl. zu Schaffhausen, 4 ) 2. Hälfte des 15. Jhs., schwäb.
Mk München, Cgm. 5377, 15. Jh., bair., enthält die V. 668—682.
M ist die Haupths., M und I haben eine gemeinsame Vorlage gegenüber dem sehrunzuverlässigen S. M gibt den ursprünglichen Text am treuesten wieder, darum dieseVersion als 'Münchener' Oswald bezeichnet wird.
Prosaauflösungen.
s Stuttgart, 5 ) Kgl. Bibl., Cod. theol. et phil. 81, aus dem Kloster Reute, um 1480 ge-schrieben, schwäb., ist eine Prosaauflösung von MIS, mit enger Anlehnung an diese Fassung".
b Berlin, 6 ) Mscr. Oerm. Oct. 288, 15. Jh., bair., Prosaauflösung von MS mit starkerAbweichung.
u Budapest, Ungar. Nationalmuseum Cod. 31, v. J. 1471, bair., verwandt mit b.
II. Die Prosa zn. 7 )
z 8 ) ist im Sommerteil des Lebens der Heiligen in vielen Hss. des 15. Jhs. und inDrucken (seit 1471) erhalten.
n, 9 ) eine nordische Bearbeitung von z, 16. Jh.
zn hat mit MS eine gemeinsame Quelle Mz.
III. Der*Wiener Oswald WO. 10 )
Hss.: W Wien, 11 ) Nr. 3007, v. J. 1472, schlesisch.
O Olmütz, 12 ) Metropolitankapitel, 15. Jh. (um 1450), böhm.-mährisch.
D Dessau, 13 ) 2. Hälfte des 15. Jhs., obersächs.
Verhältnis: W—DO; W ist die Haupths.
Die 3 Bearbeitungen 14 ) MS + zn + WO stammen von einem gemeinsamen Original, *0,ab, einem Gedichte, das von einem mittelfrk. Spielmann (etwa in Aachen) um 1170 16 ) ver-faßt war. MS + zn (= Mz) setzen wieder unter sich eine bair.-österreich. Vorlage 16 ) vomEnde des 12. Jhs. voraus. 17 ) WO ist die Bearbeitung eines md. Geistlichen in der 1. Hälftedes 14. Jhs. 16 )
Die Legende. 19 ) Der heilige Oswald war König der Northumbrier
■) Die Hss. s. bei Baesecke, Münch. Osw.S. 169-200.
2 ) Bartsch, Germ. 5, 142 ff.
3 ) Zingerle, ZfdPh. 6,377—404, auch Anz.f. K. d. d. Vorz. 1856, 271 ff. 301 ff.
4 ) Hgb. von Ettmüller s. oben.
5 ) Zingerle, Anz. f. Kunde d. d. Vorz. 1857,38—40; hgb. von Edzardi, Germ. 20, 190—206 21 171__193.
6 ) Hgb. von Haupt, ZfdA. 13, 466—491.
7 ) Baesecke, Münch. Osw. S. 221—228.238-261. 310-389.
8 ) Hgb. von Zingerle, Die OswaldlegendeaaO. S. 41—69 nach 2 Innsbrucker Hss. des15. Jhs.; ein Bruchstück des böhm. Mus. inPrag, hgb. von Mourek, SB. d. böhm. Ges.d. Wissensch. 1890, 280—282, dazu Heinzel,Anz. 17, 95.
9 ) Hgb. von Jon Sigurdsson, Annaler fornord. oldkynd. 1854, S. 15 ff., dazu O. Klock-hoff, Om Osvalds saga, Smä bidrag til nord.Literaturhistorien, Upsala 1880; Edzardi,Untersuchungen S. 3 ff.
10 ) Die Hss. s. bei Baesecke, Wien. Osw.,
Einleitung; Münch. Osw. S. 229—261. 310—389; Fuchs S. XIII ff.
1 ■) Zum erstenmal hgb. von Franz Pfeiffer,ZfdA. 2, 92—130, dann Baesecke, neuestensFuchs aaO.
12 ) Bartsch, Anz. f. Kunde d. d.Vorz. 1861,3g[__3Q3
13 ) Helm, Beitr. 40, 1—47; Fuchs, Ausg.
14 ) Zum Verhältnis d. 3 Fassungen s. BergerS. 367—408; Baesecke, Münch. Osw. S. 169-389, Wien. Osw. S. XCIXff.; Keim aaO.;ferner Edzardi, Untersuchungen S. 2—53;S. Schultze S. 5—30; über das Alter s. auchE. H. Meyer, ZfdA. 12,387—395; Vogt, ZfdA.22, 476 ff.
u ) Vgl. dazu Keim, Anz. aaO.
16 ) Vgl. Zwierzina, ZfdA. 44, 263—265. •
17 ) Zu diesem von Baesecke aufgestelltenHs.verhältnis s. Keim S. 243 f.
18 )Nach Baesecke, Wien. Osw. LXXXVII ff.:schlesisch, von einem Mönche des KlostersHeinrichau am Anfang des 14. Jhs.; vgl.dazuKeim aaO. S. 244 f. 250 f.
19 ) Berger S. 409-459; Baesecke, Münch.