§80. König Rother. 291
92 f. u. ZfdA. 18, 305 f.; Edzardi, Untersuchungen über König Rother, Leipz. Diss. 1874 u.Germ. 18,385—453. 20,403-421; v. Bahder, Germ. 29,229—243.257-300; J. Thien, Ueber-einstimmende und verwandte Motive in den deutschen Spielmannsepen, im Anschluß an „KönigRother", Progr., Hamburg 1882; Heinr. Bührig, Die Sage vom König Rother, Gott. Diss.1889; Ludw. Singer, Zur Rothersage, Progr. des akad. Gymn. zu Wien 1889; Jul. Wiegand,Stilist. Untersuch, zum K. R., Germ. Abh. 22, dazu A. Bernt, Anz. 32, 171—174; FranzPogatscher, Zur Entstehungsgesch. des mhd. Ged. vom K. R., Halle 1913, dazu Baesecke,DLZ. 1914, 1062—1064; Arn. Pieritz, Die Stellung des Verbums im K. R. usw., Greifsw.Diss. 1912; Gotthard Berndt, Die Reime im K. R., Greifsw. Diss. 1912; Otto Weis-leder, Die Sprache der Heidelb. Hs. des K. R. (Lautlehre), Greifsw. Diss. 1914; Schröder,ZfdA. 48, 363 f.; Leitzmann, Beitr. 42, 512—516; Jan de Vries, Het epos van Koning Rother,Tijdschr. v.Nederland Taal-en Letterk. 38(1921) Nr. 1 ff.; Heusler, Hoops Real-Lex. 3, 533 f.,wo weitere Lit. —Siehe auch Panzer, Hilde-Gudrun, Reg. S. 451; Baesecke, Münch. Osw.,Reg. S. 443; Schneider, Wolfdietrich, Reg. S. 417 (dazu Baesecke, Anz. 38,42—51); Heusler,Nib.sage u. Nib.lied, Reg. S. 235.
Die Überlieferung. 1 ) Die einzig vollständige Hs. ist H, die Heidelberg. Hs. 2 ) Cod.pal. germ. 390, perg., noch im 12. Jh. von zwei Schreibern geschrieben. 3 ) Die Sprache istnicht einheitlich, streng mfrk. Mundartlichkeiten wechseln mit gemein-md. Formen ab. EineMischung mag schon in der ursprünglichen Fassung bestanden haben, auch mögen spätereSchreiber noch daran beteiligt gewesen sein. 4 ) Die mfrk. Bestandteile tragen einen etwasjüngeren Sprachcharakter als der aus den Reimen zu erschließende Originaltext. Der Text vonH ist schlecht, entstellt durch zahlreiche Lese- und Schreibfehler.
Münchener Bruchstücke, 5 ) .Cgm. 5249, 1, Querstreifen Anf. des 13. Jhs., enthält dieV. 4062—4080. 4099—4148, aaO. 4584-4604. 4621—4640. Die Sprache ist vom Schreiberaus dem Md. ins rein Obd. (Bairische) umgesetzt. In der Textfassung steht M dem Originalunter allen Hss. am nächsten. Sie enthält nicht die Verse 4107 f. und 4115—4142.
A. Das v. Arnswaldische (Hannoversche) Bruchstück, 6 ) in Berlin, Ms. germ. fol. Nr. 923(Fragmenteamappe). Es enthält den Schluß des Gedichtes von 5140 an mit zwei Lücken. DieSprache ist etwas mehr obd. gefärbt als die von H. A ist eine Umarbeitung des Grund-textes mit Herstellung reiner Reime.
Die folgenden mit B bezw. E bezeichneten Bruchstücke gehören ein und derselben Hs.an. B. Badener Bruchstück, 7 ) aus Baden, Kant. Aargau, im Germ. Museum zu NürnbergNr. 27744, ein Perg.streifen, 13. Jh., V. 1002-1054.
E. Ermlitzer Bruchstück, 8 ) 2 Perg.-Doppelbl., in Privatbesitz zu Ermlitz. Es entsprichtden Versen 1387—1815.
Die Hs. BE ist eine stark veränderte Bearbeitung des Grundtextes, die aber auf einegute Vorlage zurückgeht. Es ist eine Umschreibung ins Obd. mit Tilgung veralteter (bairi-scher) Worte, die den Versbau regelmäßiger macht und die ungenauen Reime zum Teilbeseitigt (etwas über ein Drittel der Assonanzen ist in genaue Reime verwandelt worden).Auch enthält sie Einschiebungen, die in H nicht stehen.
sprachl., guot hd. Ueber die Verschiebung
J ) Lambel aaO.; Edzardi, Germ. 18 u. 20aaO.; v. Bahder, Germ. 29, 265 Anm. u.275 f.; Schröder, ZfdA. 35, 419 Anm. u.42, 111.
2 ) Bartsch, Katal. Nr. 212; Sprache vonH: Edzardi, Germ. 18, 403-420. 450—453;v. Bahder, Germ. 29, 257—276 u. Ausg.S. 6 f. 11—14; Weisleder aaO.
3 ) Die Versziffern beziehen sich auf dieAusg. von v. Bahder.
*) Die /-Verschiebung im Ausl. ist nochnicht ganz durchgedrungen z. B. scat, Het,vdt neben denen hd. scaz, liez, vuoz, ähnlichist gdt alte mfrk. Dialektform, gut md. schrift-
der nd. Sprachgrenze im Mfrk.: Wrede, Zfhd.Mundarten 14, 3 ff.; Frings. Beitr. 39, 362 ff.40, 348 ff. 41, 193 ff. 42, 177 ff.; DLZ. 1915,2269 ff
5 ) Keinz, Münch. SB. 1869, 2, 307 ff.
6 ) Abgedr. bei Massmann S. 232—234,dazu S. 158; s. Edzardi, Germ. 20, 421;Scheel, Festgabe an Karl Weinhold (1896)S. 48.
') Abgedr. in Graffs Diut. 2, 376—378;Edzardi, Germ. 20, 419—421.
8 ) Abgedr. von v. Bahder, Germ. 29, 229>—243.
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