§ 67. Die Hochzeit.
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sang in die Heimat des Bräutigams 301—314. Mit dem Zug kommen müde Leute, Fah-rende, die im Weintrinken ihres Leides vergessen. Da ist das beste Hochzeitsmahl, das jeein Mann feierte 315—324. b) Die Auslegung 325—1078. Das Hochzeitsmahl bedeutetdie Macht Gottes 325—338. Bräutigam und Braut bedeuten den heiligen Geistund den Menschen (die Seele). Die großen Ehrungen der Braut bedeuten die hoheAuszeichnung, die dem kleinen Kinde zuteil wird, da es durch die Taufe mit Gott ver-mählt wird; der Verlobungsring ist soviel wie das Taufgewand 339—358. Der Brautbotebezeichnet den Priester 359—374. Die Verwandten im Rate der Braut sind die Sakra-mente 375—378. Die vornehmen Abgesandten des Bräutigams (s. 268 ff.) bedeuten denGerichtstag 379—406. Das Himmelreich, Beschreibung der himmlischen Stadt 407—481,Lehren für den Reichen 482—509. Parabel von dem Mann, der unter seine Knechte 5 Talenteverteilte (Matth. 25, 14 ff.) und die Ausdeutung auf die 5 Sinne 510—569. Das Bad der Brautbedeutet den Vogel Phönix, die Reinigung von den Sünden 570—602. Die Fahrt mit denBrautgeleitern bezeichnet die Menschen; wenn einer hier fällt oder zurückbleibt, soller sichan den Priester wenden um Rat 603—616. Die drei Beichten, die kupferne, silberne, goldene617—694. Der Goldschmuck der Braut bedeutet die Seele, die Prägung darinnen die wahreLiebe 695—702. Wer die Beichte getan hat, der kann freudig vor dem Gerichte stehen703—707. Man soll sich vorsehen, wenn der wahre Bräutigam kommt; die Wunden Christi,der Fall des Hochmuts, das jüngste'Gericht 708—775. Das weiße Gewand der Braut bedeutet,daß wir weiß wie Schnee werden müssen (rein von Sünden), ehe wir ins Himmelreichkommen776—785. Die leuchtende Schönheit der Braut bedeutet die heil. Jungfrau 786—799. DerBrautgesang deutet an, daß der Priester Gott lobsingen soll 800—805. Die- auf die Brautwartenden Leute bedeuten die 5 Weltalter 806—811. Die folgenden Verse bis 1078 bildenzusammen eine Erlösungsgeschichte: Fall der Engel 812—817; der Pelikan als Symboldes erlösenden Gottes; die Engel, Schöpfung Adams 818—853; Stationen aus dem LebenJesu 854—1050. J ) Die Heermuden Leute sind die 12 Apostel und Märtyrer 1051—1060.Die himmlische Hochzeit 1061—1078. - III. Schlußgebet 1079-1088.
Die Erzählung bildet die in sich abgeschlossene Geschichte von derBrautwerbung und Hochzeit eines vornehmen Herrn. Ein Vorbericht gehtvoraus: der Herr hatte einen Aufstand seiner Knechte niedergeworfen. Ein-mal ist die Erzählung durch eine allegorische Erklärung unterbrochen (236—244). Die Allegorie (325 — 1078) mit den einzelnen Auslegungen folgt imgroßen und ganzen der Entwicklung der Parabel (der Erzählung). Die be-trächtlichste Abweichung ist die, daß die 1. Auslegung des Hochzeitsmahls{Wirtschaft), das in der Erzählung den Abschluß bildet (320—324), in derAllegorie am Anfang steht (Gottes Macht 325—338): das Erzählungs-motiv .Wirtschaft' hat unmittelbar die Auslegung der .Wirtschaft' nach sichgezogen. 2 )
Der Grundplan der Erzählung ist in der Allegorie durchgeführt, ja einzelneSchlagworte sind unmittelbar herübergenommen. Der Verfasser hat also einenbestimmten Entwurf verfolgt; daß er die Ordnung der Erzählung nicht genau
J ) Schröder, Anegenge S. 54 Anm.
2 ) Die Motive der Allegorie und die Er-zählung entsprechen sich etwa folgender-maßen: 325—338 = 320—324. Braut undBräutigam,, das Hauptmotiv der Erzählung,wird in der Allegorie 339—346 ausgelegt[in 236—244 wird die allegorische Erklärungschon innerhalb der Erzählung gegeben].
347—358 = 226—235. 359-374 = 245—258.375—378 = 222 f. 379 ff. = 259-272. 482 ff.vgl. 290 u. 296. 602 = 279. 603-616 =297. 691—694 = 282 f. 695—702 283. 776—780 = 280. 790—799 = 297—299. 800—805 = 301—306. 806-811 = 307 f. 812—817= 148u. 166—189.878-891 = 216—219.1051—1060 = 315—318.1061—1064 = 320—324.