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A. Geistliche Literatur, c) Geistliche Epik.
die Einleitungsformel ein herro htz (vgl. MSD. II», 230 f. 234)]; 10, 1. 17, 1.18,1; [5 b , 55 f. hat Parallelen in altdeutschen Wurmbesegnungen]. EpischeEpitheta: duirir wtgant 5, 1; ferner [5 b , 14. 25.] 6, 8. 7, 4. 11, 3. 13, 5 f. 15,3 f. 19,"6, dl guldlnin cronin 6, 6. Ein Lieblingsadjektiv ist michel 3, 4;4, 6; 5, 6. 8; [5 b , 3. 8. 23. 29.] 6. 2. 8, 1. 11, 10. 13, 3. 20, 8; hyperbolischeEpitheta: 3, 9. [5 b , 20]. Zweigliedrige Ausdrücke: 2, 7. 4, 8. 6, 7. 8, 5. 13,4. 13, 6 = 15, 4. [5», 19 (20)]. Lat. Wörter: 1, 1. [5 b , 18]. 6, 7. 8. 12, 10. 13,
4. 17, 2. 6. 18, 10. 19, 10.!) — Die Stimmung des sprachlichen Ausdrucksist gleichmäßig und erhebt sich nirgends zu gesteigerter Empfindung. 2 )
- Metrik. 3 ) Fast die Hälfte der Reime ist rein, auffallende Assonanzenkommen nicht vor. Volle Endungsvokale sind selten: 5, 5. 5, 8 [5 b , 18] 7,9. [16, 6]. Die Verse haben ziemlich ebenmäßigen Rhythmus. Zu bemerkensind scaz : opes 13, 3 f. und glböt: paclficus 19, 9 f., mit lat. Reimworten.Die Strophen sind meistens lOzeilig, 4 ) 8 Zeilen haben Str. 12. 13. 15; dieStrophen der Drachenerzählung sind länger, sie haben 14. 20. 16. 16 Zeilen;so teilt die Handschrift durch große Initialen ab.
§ 21. Die drei Jünglinge im Feuerofen.
Kelle 2, 6f. 240; Piper, GD. 1, 215—222. — Ausg.: Diemer, D. Ged. S. 117—119, Anm.
5. 47, Einl. S. XLII; MSD. Nr. 36 u. II 3 , 230—234; Waag, Kl. d. Ged. 2 S. 36—38 u. Einl.S. XXIX—XXXV (Nabuchodonosor); Schade, Geistl. Ged., Einl. S. XL—XL VIII. — Bartsch,Germ. 9, 63 f.; K. Hofmann, Münch. SB. 1871, 557 ; Scherer, QF. 12, 41; Rödiger, ZfdA.33, 422 f.; John Meier, Beitr. 16, 95; Kraus, ZföG. 45 (1894), 138 f.
Hs.: Vor. Hs. Bl. 99c—100^ m it einigen Fehlern und einer Lücke in Str. 3. 6 )In bezug auf Dialekt und Orthographie, Heimat, Zeit und Ver-fasser gilt dasselbe wie für die Summa Theologiae und das Lob SalomonsGesagte.
Inhalt. 6 ) I. Einleitung Str. 1: Vor Christi Geburt, in der Heidenzeit, waren die Israelitenes, die Gott bekannten. II. Hauptteil Str. 2—8: Str. 2. 3 Nabuchodonosors (Nebukadnezars)Götzendienst; Str. 4—7 die Marter der drei Jünglinge; Str. 8 Bekehrung der Heiden, Er-lösung der Jünglinge. Die zwei letzten Zeilen, die auf Str. 8 folgen, sind unecht und erstvon einem Schreiber nachträglich zugefügt (nach Daniel 4, 28 ff.).
Quelle ist Daniel Kap. 3. Der Verlauf der äußern Handlung ist annäherndbeibehalten, aber die innere, die ethische Richtung ist geändert: aus derbiblischen Erzählung ist eine christliche Märtyrerlegende geworden. Diedrei Männer sind todesmutige Bekenner des Christenglaubens, der Königist der heidnische Wüterich, der sie zu grausamster Marter verurteilt. Aberdie Kraft des Glaubens und die Hilfe Christi schirmt sie, ihr unerschütter-
') Grünewald S. 7 f.
2 ) Die V.. 16, 8—10 stimmen überein mitRol. 9050—52, MSD. II», 230.
3 ) Saran S. 253f.; Schammberger aaO.
4 ) Zu Str. 9 s. Kraus aaO.S. 135 f. Müllen-hoff und Scherer nehmen 20 lOzeiligeStrophen an, wobei sie das Drachenstück aus-scheiden; Schade bekommt ungefähr (cir-citer) 26 Zehnzeiler, K. Hofmann deren 25;
Waag teilt der Hs.entsprechend 24Strophen ab.
h ) Scherer hält die Ueberlieferung fürstark verdorben durch einen Interpolator undgibt darum in MSD. einen stellenweise be-deutsam geänderten Text. Es leiten ihn dazuseine rhythmischen Grundsätze (Verse von4 Hebungen, keine zu schweren Senkungen).
6 ) Strophenbezifferung nach MSD.