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enthält eine Reihe Einzelstücke, außer dem Kreuz, dem Tod Christi, demAufgeben der Welt, die schon in den beiden vorhergehenden Teilen erklärtwurden: das Abendmahl, die Taufe, Beichte, die Christenheit, Sünden,Tugenden. Im Lobgesang wird die jungfräuliche Geburt dargestellt, imBalaam nochmals die Dreieinigkeit und der Weg zu Gott. Man erkennt,daß ein einheitlicher Plan die Auslegungen durchzieht. Im einzelnenherrscht Freiheit und Manchfaltigkeit, was bei der Entstehung der Kom-pilation selbstverständlich ist, aber das Ganze ist eine Glaubenslehre,eine christliche Menschheitsgeschichte vom Anbeginn des Weltplans in derDreieinigkeit bis zum Ende, ebenfalls in den drei Personen, in Gott. DieserIdeenverlauf ist natürlich nicht künstlich beabsichtigt, sondern er ergibt sichnaturgemäß aus dem Stoff, der spirituell erklärt wird, aus dem Inhalt derbiblischen Genesis und Exodus und deren herkömmlicher Auslegung, nurdaß zur Erreichung einer gewissen Vollständigkeit in den dogmatischen Haupt-zügen einige Male nachgeholfen wurde, wie besonders bei der Einschaltungdes Marienlobs und dem Schluß des Balaam. — Abgefaßt ist die Kompilationder Vorauer fünf Bücher Mosis in einem österreichischen 1 ) Klosterund zwar sind, unter Berücksichtigung besonders des Reimgebrauchs, dieJahre 1130 — 1140 anzunehmen. 2 )
§ 20. Das Lob Salomons.
Kelle 2,119—121.321—323; Piper, QD. 1,207—214. — Ausg.: Diemer, D. Qed. S. 105 —114, Anm. S. 43—46, Einl. S. XLI f.; MSD. Nr. 35 u. II 3 , 223—230; Waag, Kl. d. Qed. 2 27-35u. Einl. S. XXIV—XXIX. — Schade, Decas S. 43—45; Bartsch, Germ. 9, 62 ff.; Konr.Höfmann, Münch. SB. 1871,553—557; Scherer, QF. 7,56.12, 40 f., ZfdA. 22,19—24; Waag,Beitr. 14, 573-579; John Meier, Beitr. 16, 95; Kraus, Anz. 17, 20 ff., ZföG. 45 (1894),135—138; Wallner, Beitr. 43, 181 ff.
Hs.: Vor. Hs. Bl. 98^—99 c , mit verschiedenen Fehlern und kleineren Lücken.
Die Heimat des Gedichtes ist das rheinfrk. Sprachgebiet, als Abfassungs-zeit 3 ) ist das erste Drittel des 12. Jhs. anzusetzen. Der Verfasser war einKleriker, er verstand Lateinisch.
Die Quelle für das deutsche Gedicht ist die biblische Erzählung vonSalomo, 3. Reg. 3—10 bezw. 2. Paral. 1—9 (und zwar hauptsächlich Paral.),die unter sich ziemlich übereinstimmen. Ob der Dichter den Text schonin der gleichen gekürzten Form, wie er jetzt überliefert ist, lat. vorfand undnur ins Deutsche frei übertrug oder ob er selbst den vorliegenden Inhaltunabhängig von einer lat. Fassung aus der Bibel auszog, ist ungewiß. Be-handelt hat er solche Punkte, die die Zeit interessierten.
Inhalt (die Reihenfolge der Str. nach der Hs. und nach Waag.). I. Einleitung Str. 1:Das Licht der Welt, 4 ) der allwissende Gott, also die zweite Person der Trinität, die Weisheit,
') Im Donautal: Scherer, QF. 1, 58. 12, 56(das Marienlob in Kärnten, QF. 7, 49); inKärnten: Rödiger aaO. S. 68—70.
56; nach 1117, dem Vollendungsjahr vonRuperts v. Deutz De operibus: Kelle S. 112 f.314f.; Münscher S. 145ff.
2 ) Scherer setzt den ersten Teil der Vor. ' 3 ) MSD. I 3 S. XXXIX.Genesis schon um 1115 an, QF. 7, 74f. 12, | 4 ) Mit der lat. Anfangszeile Inclita lux
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