Ovid. l.1.
Philosophische und Politische BeschreibungRuhm / Tugend / Ehre / Lob / auch Goͤtt= und Menschlichs RechtDie müssen zu Gebot dem schoͤnen Reichthum stehen:Dann hastu Gut und Gelds genug,So biſtu tapffer weiß und klug;Zu einem König wird man dich auch leicht erhoͤhen;Dein Nahme wird gerühmt / erhoben dein Geschlecht:In Summa / was nur zu ersinnen /Das wirstu seyn und heissen koͤnnen.ME.NIWas demnach kostbar ist / das wird auch hoch gehalten; oder wie Ovidius erinnert:In pretio pretium eſt; dat cenſus honores,Census amicitias: pauper ubique jacet.Nur Geld und grosses Guth ist hoch und werth geschaͤtzet:Du bist / hastu nur Geld / von jedermann geehrt;Es werden dir durchs Geld viel Freunde zugekehrt:Ein armer Schlucker wird hin auf den Mist gesetzet.In diese Dinte tuncket Minerva ihre Feder ein; an diesem Wetz=Stein schärffet Mars seinenSaͤbel. Gesetz und Treue / Freundschafft und Buͤndnuß / Triumph und Sieg richten sich nachdem Gold. Die Rent=Kammer ist der Königreiche Vestung; wann die Feinde diese letztere be-zwungen haben / so müssen auch Könige sich überwunden sehen und im Triumph herum führenlassen. Es ist itzo eine guldene Zeit. Wo man nicht mit silbern Spiessen sicht / da wird das Ei-