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Meteorologia philosophico-politica : Das ist: Philosophische und Politische Beschreib- und Erklärung der Meteorischen/ oder in der obern Lufft erzeugten Dinge; In Zwölff zerschiednen Aus Meteorologischen Fragen/ und Politischen Schluß-Reden bestehenden; wie auch mit zugleich untermischten schönen Sinn-Bildern gezierten Abtheilungen ... Anjetzo ... aus dem Lateinischen in das Teutsche übersetzt
Entstehung
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der in der obern Lufft erzeugten Dinge.Sechste Nötheilung.Von denen Lufft=Meteoren oder denenWinden.Ir nennen dasjenige hier ein Lufft=Meteorum, dessen Materi die Lufftselbsten / oder doch selbiger dermassen gleich und ähnlich ist / daß manes billich darfür ansehen muß: Und dergleichen Meteora seynd dieSturm= und andere Winde; wie aus folgenden erhellen wird. Im übri-gen aber fället gegenwärtiger Theil sehr schwer / zu erklären: Dann es hatder Höchste / wie die Heil. Schrifft bezeuget / die Winde unter die Schätze sei-ner Weißheit beschlossen; so daß / da niemand etwas von ihnen wissen kan /auch niemand selbige zuerkennen vermag. Dahero der HErr Christus selbstensagt: Der Wind wähet, wo er will; und du hörest sein Saussen Joh. c. 3.wohl; aber du weist nicht, woher er kommt und wohin er fähret:Gestalten / wie S. Augustinus schreibet / Du fühlest wohl / wann derWind bläset; aber warum er wehe / oder aus was für einem Schatzer hervorkom̅e / das ist dir unbewust. Dann mit denen Sinnen wird zwarder Wind vernommen; aber die Vernunfft weiß nichts von ihme; derowe-wegen verwundert sie sich darüber; und hört auch nicht auf / durch stetigesNachsinnen in solcher Verwunderung zuverharren. Ist demnachDie I. Frage.Von der Materi und der Natur der Winde.Je Winde haben in der Lateinischen Sprache sondern Zweiffel den Namen von demWort / venio, ich komme; weilen sie nemlich ohne unterlaß ankommen / und im-merdar gleichsam ein blasen und wehen auf das andere folget. Wassaber die Materiund die Natur der Winde belanget / so haben die Philosophi darvon unterschiedliche Mey-nungen geführet: Dann etliche haben mit dem Hippocrate darvorgehalten; derWind seye nichts anders / dann eine bewegte Lufft. Andere / worunter auch Anaximander,vermeinten; der Wind seye eine fliessende Lufft, deren dünneste, und feuchteste Theile vonder Sonne verzehret werden. Kepplerus glaubte; die Erde seye ein grosses Thier / so die Win-de aus seinen Lungen ausblase. Die Stoici nannten einen jeden Wind eine mit Gewalt flies-sende Lufft / die nach unterschied der Oerter und Laͤnder auch unterschiedliche Namen bekom-me. Die Stern-Gelehrte behaupten; der Wind seye eine erregte Lufft; und geben vor (in-deme sie alle Dinge der grossen Krafft und Aspecten oder Schein der Herrschenden Gestirnenbeyzumessen pflegen /) die Lufft werde durch der Irr=Sternen und ihrer Strahlen mannigfal-tigen Einfluß beweget; und alsdann absonderlich den Winden die Thore eröffnet, wann derJupiter mit der Sonnen, dem Mond, und dem Mercurio, oder der Mercurius mit demMars im gegen=oder gevierdten Schein; oder aber wann beyde in lufftigen Zeichen / als in denZwillingen und in der Waag; oder wann der Mond und der Jupiter im Widder und Scor-pion auf gleiche Weise stehen; und dann auch wann der Mond und der Mercurius sich con-jungiren und zusammen kommen.Paracelsus, der seiner Gewohnheit nach mit lauter Mährlein umgehet / schreibet: Die Paracels.Winde haben ihr Wesen in den Sternen? und diese seynd derselben ihre Müttern. Und I. de Me-bald darauf: Der Saame / woraus die Winde entstehen / ist die erste Materi der dreyen 1505. 5. 5.Urſta