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Meteorologia philosophico-politica : Das ist: Philosophische und Politische Beschreib- und Erklärung der Meteorischen/ oder in der obern Lufft erzeugten Dinge; In Zwölff zerschiednen Aus Meteorologischen Fragen/ und Politischen Schluß-Reden bestehenden; wie auch mit zugleich untermischten schönen Sinn-Bildern gezierten Abtheilungen ... Anjetzo ... aus dem Lateinischen in das Teutsche übersetzt
Entstehung
Seite
182
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Philosophische und Politische Beschreibungibende Abtheilung.Von denen waͤsserigen Meteoren / die inder Lufft sich erzeigen.EN der vorhergehenden Section haben wir von den Lufft=Meteoren gehan-delt: Folgen anjetzo die Wasser=Meteoren / welche in der Lufft sich vonden Dämpffen zusammen setzen; und weilen sie fürnemlich aus Wasser beste-hen / öffters auch wider zu Wasser werden. Es ist demnach das Wasser-Me-teorum ein Dampff / der von der Kälte völlig zusammen gezogen / und gleichsamdick gemacht wird: Dann wann der Dampff durch die Bewegung und Hitzeder Sonne und der übrigen Gestirnen aus feuchten Orten heraus tritt; so le-get er absonderlich wegen der umstehenden Kälte der mittlern Lufft=Gegend sei-ne angenommene Hitze von sich ab, und wird durch durch solcher Hitze Weg-weichung / und dann deß Orts Kälte wiederum also zusammen getrieben / daßin der lufftigen Natur ein Wasser entstehet / welches hernach wieder auf die Er-de fället. Dieses Meteorum aber ergibet sich entweder in der zweyten Lufft-Gegend; als da seynd die Wolcken, der Regen, der Schnee, und der Hagel;oder in der untersten Lufft-Gegend; als da seynd der Nebel / der Reiffen / undder Thau; denen noch beyzufügen das Honig das Manna / und der ZuckerDann in der obersten Lufft=Gegend können dergleichen Meteoren sowol wegendeß Dampffs wässeriger Schwere / die ihn nicht höher steigen lasset; als auchwegen besagter Gegend unermäßlicher Hitze und äusserst schneller BewegungArst. I.i. nicht hervor kommen / wie Aristoteles behauptet. Wir wollen von einem je-Mu.63. den derselben insonderheit / in nachfolgenden Fragen kurtze Erwehnung thunIst demnachDie I. Frage.Von denen Wolcken.§. 1.Je Wolcke ist ein Dampff / so mit einer Ausdünstung vermischt / und in derzweyten Lufft=Gegend durch die Kaͤlte dick gemacht ist. Erstlich fuͤhret daWort Wolcke / Nubes, in dem Lateinischen ihre Benennung vom bedecken her; weilsie den Himmel bedecket und verhüllet: Zweytens; wird die Wolcke ein Dampff ge-nennt / und darmit auf ihre Materi / woraus sie bestehet / gedeutet; dann die Wolckeist ein waͤsseriger Dampff / den die Krafft der Sonnen und andere Gestirnen in die Hoͤhe zie-het / und der hernach / wann er dick worden / sich zu einem Regen auflöset: Drittens; wird ge-meldet / daß ersagter Dampff mit einer Ausdünstung vermischet seye; und dieses erhellet aus derUnreinigkeit deß Regen=und deß Schnee=Wassers / so aus denen Wolcken herkommet: Worausoffenbahr wird / daß sothaner Dampff viel erdige Theile mit sich führe: Vierdtens: die uͤbrigeWorte zeigen der Wolcken Ort, wie auch ihre förmliche, und würckende Ursache an: Dannder Wolcken Ort ist eigentlich die zweyte Lufft=Gegend; angesehen die Ausdunstungen / die vorandern leichter und wärmer seynd / und biß in die dritte Lufft Gegend sich hinaufschwingen / vonkeiner Kälte verdickert werden; zumalen da ermeldte oberste Gegend der Hitze deß Gestirns umso näher kommet / um so weiter sie sich von der Reflexion, oder Zuruckbiegung der Sonnen-Strah⸗