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Meteorologia philosophico-politica : Das ist: Philosophische und Politische Beschreib- und Erklärung der Meteorischen/ oder in der obern Lufft erzeugten Dinge; In Zwölff zerschiednen Aus Meteorologischen Fragen/ und Politischen Schluß-Reden bestehenden; wie auch mit zugleich untermischten schönen Sinn-Bildern gezierten Abtheilungen ... Anjetzo ... aus dem Lateinischen in das Teutsche übersetzt
Entstehung
Seite
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der in der obern Lufft erten Dinge.Achte Abtheilung.Von denen waͤsserigen Meteoren auf der Er-den; und zwar erstlichen insonderheit vondem Meer.Ißhero ist genugsame Meldung von denen wässerigen in der Lufft entste-henden Meteoren gethan worden: deßwegen die Zeit erinnert / daß wirauch zu denjenigen schreiten / die innerhalb der Erden ihren Ursprung nehmen:als da seynd / nach des Aristotelis Meinung / die Flüsse / Brun̄=Quellen / Seen,warme Bäder / und andere dergleichen Wasser-Wunder: In dieser gegen-wärtigen Abtheilung aber solle alleinig von dem Meer gehandelt werdenIst daheroDie 1. Frage.Was das Meer seye? wie es getheilet werde? und wasselbiges für Nahmen habe?DAs Meer ist weder eine Thräne vom Saturno, wie die Pythagorici geträumet; nochein Erden=Schweiß / nach des Anaxagoræ und Empedoclis seltzamen Meinungennoch auch ein von dem unterirrdischen Feuer erhitztes / und mit vielem Schweiß be-flossenes Thier / wie Keplerus gedichtet. So kan man auch des Diogenis seinen Ge-dancken nicht wohl Beyfall geben / welcher davor gehalten; es seye der gantze Raum und Platz /der die Erde umfangt / im Anfang feucht / und mit Wasser angefüllt gewesen / hernach aber durchder Sonnen=Hitze ausgetrocknet worden, und dessen gröster Theil ausgedämpffet; dasjenigehergegen / so davon übrig geblieben / seye anitzo das Meer / und einfolglich das Meer=Wasser einÜberbleibsel der ersten Feuchtigkeit. Allein es erhellet aus dem angeführten von selbsten / daßdieses in puren Fablen bestehe.§. 2. Das Meer ist das Element des Wassers selbsten / so Anfangs auf einerSeite der Erden besonders sich befunden. Dasselbe ward gleich im Anfang der Welt selb-sten von GOtt erschaffen; doch also daß es erstlich den gantzen Erd-Klumpen allenthalben um-geben; nachgehends aber am dritten Tag der Erschaffung denjenigen Ort / den es noch behält/auf Göttlichen Befehl eingenommen. Woraus offenbahr ist / daß die materialische Ursach desMeers die von GOtt am Anfang der Welt erschaffene Wasser seyen / worzu auch die Bronnenund Flüsse gehören; dann alle Flusse kommen aus dem Meer; und obschon ein Fluß in den an-dern sich ergießt / so fallen doch endlich alle wieder in das Meer; welcher eben der PredigerSalomo auch bekräfftigt in seinem 1. Cap. wann er spricht: Alle Wasser lauffen ins Meer;noch wird das Meer nicht völler 2c. Die würckende Ursach aber / mittelst welcher dasselbe in ei-nen Ort zusammen gesammlet worden / ist GOtt: dann Er hat wie im ersten Buch Mose am1. Cap. zulesen, das Wasser unter dem Himmel an sondere Oerter gesammlet, und solcheSammlung der Wasser Meer genennet. Seine Form hergegen bestehet in nichts anderem /als in erstbesagter Sammlung der Wasser; auch in dem beständigen Ab= und Zulauff / oder derEbbe und Fluth; und das die Wellen an das trockne Land anschlagen / und doch dasselbe nichtüberschwemmen / sondern immer denen vorgesteckten Gräntzen sich enthalten.Man möchte aber hier aus dem anderen Capitel des ersten Buchs Mose einwenden;Was allda geschrieben stehet (dann GOtt der HErr hatte noch nicht regnen lassen auf Erden /-und