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Meteorologia philosophico-politica : Das ist: Philosophische und Politische Beschreib- und Erklärung der Meteorischen/ oder in der obern Lufft erzeugten Dinge; In Zwölff zerschiednen Aus Meteorologischen Fragen/ und Politischen Schluß-Reden bestehenden; wie auch mit zugleich untermischten schönen Sinn-Bildern gezierten Abtheilungen ... Anjetzo ... aus dem Lateinischen in das Teutsche übersetzt
Entstehung
Seite
395
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der in der obern Lufft erzeugten DingeSo mag des Steines Krafft sie doch zusammen führenDaß sie wie eine Kett gantz aneinander stehn.Bemühe dich mit Fleiß / Eintracht und Fried zu hegen:Die / so da einig seyn / kan keine Macht erlegen.Die IX. Frage.Wie man Bergwercke finden / und die Metallverwandlen könne?Ishero ist von denen Mineralien gehandelt worden; itzo folgen die Metall/ davon wirauch bereits insgemein ein und anders geredet: Ist noch übrig / daß man gleichfallsvon selbigen besonders etwas vermelde; Zuvor aber wie man Bergwercke finden / unddie Metalle verwandlen könne, ein etwelcher Bericht geschehe.§. 1. Von denen Scribenten werden folgende Zeichen zu Erfindung der verbor-gen liegenden Metallen angeführt: Erstlich; Wo die feuchte Kräuter von dem Reiffennicht starren / sondern ungehindert grünen / da hat man eine Ader zu vermuthen: dañ die Adernlassen nicht zu, daß sich der Reiffe anlege, weilen sie einen trucknen und warmen Dunst aus-dufften: und wann die Ausdünstungen sehr hitzig und warm seynd / so wachsen auf selbigemBoden gar kleine Kräuter / die keine frische Farbe haben. Zweytens; Stehen auf den Bergwercken alte Bäume / die im Frühling blaue Blätter / schwartzlechte Aeste / doppelte Stämme / undbunte Zweige haben; so ist es ein Anzeigen, daß mannigfaltige Geister und Dünste darunterstecken. Drittens; Aus den Blitzen und blauen Flammen / die immerzu die Erde berühren / istzu schliessen / daß eine Ader verborgen liege: und pflegt gemeiniglich aus dergleichen Orten einschwefflichter und hitziger Dampff / den man leicht verspühren kan / herfürzubrechen: wie dannauch allda der Schnee alsbalden zerschmeltzet / der Thau nicht zusammen gerinnet / und das Erd-reich unfruchtbar und verbrannt aussiehet. Vierdtens; Die Farbe der Berge so wohl / alsder Steine und des Erdreichs entdecket nicht nur das Metall / sondern auch die Gattung dessel-ben: Zum Exempel / die auf einem Berge ausgebreitete grüne Farbe kommt vom Kupffer; dieschwartze von Gold und Silber; die Purpur=rothe vom Feuer=Stein; die braun=blaue vomEisen oder Bley; die Aschen=farbe vom verborgnen Schwefel her. Fünfftens; An Metall-reichen Orten seynd die Steine schwerer, und gläntzen irgendwo. Sechstens; Die aus denBergen, und andern unterirrdischen Oertern herfliessende Wasser, wann sie einen fremden Ge-ruch und Farbe mit sich führen / geben eine Muthmassung / daß dorten reiche Bergwercke seynmüssen; absonderlich wann in besagten Wassern auch einige Metallische Stucklein gefundenwerden. Siebendens; Die scharffe Geister und Dünste der Metallen verursachen ferner / daßein Berg Risse gewinnt. Achtens; Die Eyderen / so grosser als die Krotten seyn / halten sich beyden Bergwercken auf / weil sie das Antimonium lieben / so die Blüthe des Goldes ist. Neun-tens; Unten und um die Bergwercke pflegt sich auch gemeiniglich eine schwartze lettige und ze-he Erde zu zeigen.Unter denen zerschiedenen Manieren, Bergwercke und Metalle zu finden, ist auch nichtder geringsten eine / die Wünschel=Ruthe; welche wie eine Gabel geformet / und in Ansehung desMetalls / so man zu suchen begehrt / unterschiedlich / das ist / für das Silber von einer Haselstaude /für das Kupffer von einem Eschenbaum / und für das Bley von einer Tanne genommen seynmuß. Und scheinet, dieses alles die Kräfften der Natur nicht zu übersteigen; sintemahlen be-kannt ist / daß aus den Bergwercken hitzige Dämpffe ausdunsten / wodurch die Blätter an denKräutern und Bäumen versenget werden: dahero dann gar wohl geschehen könte, daß dieWünschel=Ruthe aus einer angenaturten Neigung sich dahin niederliesse / wo die ihr angenehmeAusdünstungen hervor kämen. Wobey aber durchaus nicht zu billichen stehet / wann ein oderandere läppische Dinge / die mit der begehrten Würckung keine Verwandnus haben / beobachtetwerden wollen; als zum Exempel / daß die Ruthe nur denen schlage / die am Sonntag gebohrenseyen: dann dieses ist ein Aberglaub; und weilen man gemeiniglich dergleichen Possen dabeysich zu bedienen pfleget; so halte ich mit dem P. Honorato Fabri darvor; es seye ersagte Wün= Hon. Fa-schel-Ruthe ein pur lauteres aberglaubisches Wesen, oder vielmehr, wie ers nennet, ein altvett= brTract.lisches Mährlein.7. phys.§. 2. Der Metall=Adern oder Gänge gibt es unterschiedliche Arten ab: Dann l. 2. prop.einige seynd gesenckte; andere, fortlauffende; und wieder andere ausgebreitete Gänge. Ein 30.Ddd 2gesen=