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Meteorologia philosophico-politica : Das ist: Philosophische und Politische Beschreib- und Erklärung der Meteorischen/ oder in der obern Lufft erzeugten Dinge; In Zwölff zerschiednen Aus Meteorologischen Fragen/ und Politischen Schluß-Reden bestehenden; wie auch mit zugleich untermischten schönen Sinn-Bildern gezierten Abtheilungen ... Anjetzo ... aus dem Lateinischen in das Teutsche übersetzt
Entstehung
Seite
342
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Philosophische und Politische BeschreibungExplorant adversa viros; perq́ue aspera duroNititur ad laudem virtus interrita clivoDas Unglück offenbahrt / wer tapffer sey zu heissen:Die Tugend liebt den Pfad / der nach der Ehre führt;Ob sie auf selbigem gleich rauhe Steine spührt:Es kan sie keine Müh von solchem Weg abreissen.Die Ermahnung / so jener Trojanische Held / Aeneas, seinen Reiß=Gefehrten / die des Herum-fahrens zu Wasser und Land waren überdrüssig und müde worden / gethan hat / soll auch dirgelten und gesagt seyn; Nemlich:Durate & vosmet rebus servate secundis.Daurt Hertzhafft aus; und weichet nicht zurück:Und spahret euch auf bessre Zeit und Glück!In lucem emerget rursus.Bricht wieder hierMit Macht herfür.E terrâ rursum emergit, qui sorptus hiatuAnteà per coecum fluxerat amnis iter.Virtus pressa licet, furvisque obtecta tenebrisClarior assurgit, nec latitare potest.Ein Strohm den tieffe Klüfft und Höhlen eingeschlucketSo daß er seinen Lauff durch finstre Gäng verricht /Bricht wieder / ob ihn schon der dunckle Kercker drucket /Mit starcker Macht herfür / und sucht des Tages Liecht.Die Tugend muß sich offt dem Unfall unterbiegen:Doch siehet man sie auch nicht lang verborgen liegen.Die III. Frage.Von den unterirrdischen Feueren.S scheinet fast eine unstreitbare Sache zu seyn / daß unter der Erden sehr viel undungeheure Feure sich befinden: Dann die Erfahrung bezeugts / und man siehetsmit Augen selbsten / wasgestalten dieselbe öffters theils aus den Bergen / und theils ausden Seen / Bronnen / und andern unterirrdischen Gängen heraus schlagen. Was aber dieserFeure Materi und Zunder seye, und wie sie sich entzünden, davon soll in nachfolgenden weit-läuffiger Bericht geschehen. Im übrigen / wann in dem Mittel=Punct der Erden die GöttlicheRache einen feurigen Kercker, der Gottlosen Missethaten zu straffen, bereitet haben solle, so istauch glaublich, daß einige Lufft=oder Rauch=Löcher seyen; wodurch dieser grosse von Feur undSchwefel brennende See ausdämpffet: Welche dann vielleicht eben diejenige Oerter bey unssind / die wir sehen / daß sie ohnauffhörlich Feuer ausspeyen.§. 2. Der Zunder und die Nahrung dieser in den Erden-Höhlen angezündeterGeorg.Agricol. Feuren bestehet nach des Agricolæ Meinung in Schwefel und Pech. Es gibt aber zwey-d.4. deerley Schwefel ab; der eine wächst von selbsten und wird gegraben / den man auch lebendigennatur.Schwefel nennet; und der andere wird durch Kunst bereitet; davon jedoch hier nicht die Redeist. Den gewachsenen oder gegrabnen Schwefel / welcher zu unserem gegenwärtigem Vorha-haben gehöret / findet man an vielen Orten / wie wir nachgehends vermelden wollen. Selbiger