Druckschrift 
Meteorologia philosophico-politica : Das ist: Philosophische und Politische Beschreib- und Erklärung der Meteorischen/ oder in der obern Lufft erzeugten Dinge; In Zwölff zerschiednen Aus Meteorologischen Fragen/ und Politischen Schluß-Reden bestehenden; wie auch mit zugleich untermischten schönen Sinn-Bildern gezierten Abtheilungen ... Anjetzo ... aus dem Lateinischen in das Teutsche übersetzt
Entstehung
Seite
301
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der in der obern Lufft erzeugten Dinge.nechst=stehendes erkühlet; hergegen die Bewegung verursachet / daß immerdar ein neues Wasserhervor kommt, und durch seine neue Kräfften den Leib erhitzet.Zum Andern: Daß / wann man zuweilen bey den Geschicht=Schreibern lieset / wasge-stalten gewisse Bronnen gebrannt haben, gleichwie von den Hephestischen Bronnen erzehlenwird / nicht das Wasser brenne / sondern die mit den Wassern vermischte Materi ein Feuer inich halte / welches mit keinem andern Wasser kan gelöscht werden; weilen es nicht die Kraffthat / die dicke Materi / so das Feuer bey sich führt / durchzutringen. Wann man demnach einenCampher auf das Wasser streuet / so last sich selbiges durch jedes brennendes Liecht anzunden;umb eben also pfleget auch der Branten-Wein wegen seiner feurigen und hitzigen Geister zubrennen.Politische Schluß=Rede.Die Reichen sollen denen Armen mit ihren Gütern be-hülfflich ſeyn.Je gutthätige Mutter / die Natur / ist nicht vergnügt / daß sie denen gesunden einen frischenTrunck darreichet; sondern sie bereitet auch etwas warmes für die Krancke: Sie hilfftdenen Elenden auf: und eröffnet gleichsam das innerste Eingeweid ihrer Liebe / wann sieder Erden Schoß zerreisset / und warme Bäder denen Krancken zum Trost anrichtet. Sie machetdurch die Krafft der Mineralien die Wasser gesund und heilsam erwärmet sie mittelst der un-terirdischen Feuer / und bietet sie jedermann auf den Bedörfens=Fall an; damit man verstehe /daß sie die gütigste Mutter / und eine allgemeine Freyung für die Krancken seye. Ein Politicushat hierinn mit der Natur einerley Amt zu verrichten. Er ist nicht für ihn selbsten / sondern fürPp 3