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Meteorologia philosophico-politica : Das ist: Philosophische und Politische Beschreib- und Erklärung der Meteorischen/ oder in der obern Lufft erzeugten Dinge; In Zwölff zerschiednen Aus Meteorologischen Fragen/ und Politischen Schluß-Reden bestehenden; wie auch mit zugleich untermischten schönen Sinn-Bildern gezierten Abtheilungen ... Anjetzo ... aus dem Lateinischen in das Teutsche übersetzt
Entstehung
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280Philosophische und Politische Beschreibungmisches Gesicht verleihet. Der Menschen Freundschafft hat nichts beständiges; sie ändert sichalle Tag. Der grosse Welt=Beherrscher / Alexander, soll an aller Statt zum Exempel dienenSelbiger hat den Callisthenen sehr werth gehalten / geliebt / befördert / mit Königlichen Gnadenüberschuttet / über alle andere erhöht; aber auch (Overänderliches Glück!) unterdrucket und ge-tödtet: da man doch hätte glauben sollen es könte viel eher der Gordische Knopff, als zwischendiesen beeden das Freundschaffts=Band auffgelöset werden; im Augenblick ist er ein Feind wor-den / da er vorher der vertrauteste Freundgewesen. Ist demnach nichts so fest verknupsst / daßsich nicht zerreissen lasse; und der Freundschafft=Faden wird leicht abgebrochen / ungeachtet manihne Ketten=starck vermeinet. Welche die Einigkeit der Gemüther zusammen hält / und die Dienst-fertigkeit mit einander verbindet; die mag en schlechtes Windlein wieder von einander trennen.Gleichwie die Ruhe und Arbeit abwechseln / und gleichwie die Nächte auf die Täge folgen; alsowähret der Mittag guter Gunsten selten immerdar fort: und wer früh Morgends von seinenFreund gütig angesehen worden; der kan auf den Abend an desselben Stirne lauter Gewülcke spü-ren. Ein geringer Schatten benimmt den Teg oder das Liecht. Der Menschen Gunsten seyndein Glaß: was bricht aber geschwinder? Der Patronen Schutz=Flügel seynd ein WurffelSpiel / wann sie viel Augen zeigen; allein man ist bald betrogen / wann kein Freundschaffts=Augmehr fället. Seneca, der bey dem Nerone alles in allem gewesen / ist endlich nichts worden;als er schnell aus der Gnade gefallen: die Gunst=Adern rissen entzwey / da man seine Adern ge-öffnet / und ihm den Lebens=Faden abgerissen.Höre meinen Rath: Wilt du ein Welt=Mann seyn; so beobachte diese Ermahnung:„Liebe also / daß du nicht wieder hassen / sondern ohnauffhorlich lieben wollest. Entweder erhe-be deinen Diener nicht / wann du ihn wieder zu verlassen gedenckst; oder wann du anfahest zulieben / so liebe beständig. Der ist kein Freund / der nicht immerfort liebet. Es stehet an einemtapfferen Mann schandlich / wann er nicht in ihm selber beständig ist. Befindt sich dein Freundund Diener durch deine Hülff in einem guten Stand / so solt du dir selbsten nicht unbeständig

Ein Wasser