Philosophische und Politische Beschreibunggestellte Wachten; gab auch denen die ihn darüber befraget / zur Antwort: Er thue dieses dar-Laert. I.i. um / damit die andere recht wohl und ohne Sorge schlaffen könten. Epimenides ward beydem Alterthum ausgespottet / weil er 50. Jahr geschlaffen haben solle; hergegen hielten die In-Aelland. 2. dianer / Zelten / und Egyptier diejenige denen Gottern gleich / welche für ihr Volck gewachet / auchmit gutem Rath geholffen haben. Und in Wahrheit / die Wachsamkeit ist ein Leben: DaheroPlin. in C. Plinius Secundus wohl gesagt: Leben seye soviel / als würcken oder ohnmüssig seyn. Werpraefat. ad demnach den Schlaff liebet / der höret auf zu leben; dann er höret auf / ohnmüssig zu seyn. EsVespas.ist ein wachender Drach gewesen / der die güldene Aepffel bewahrt hat. Wo muntere Rathge-Maurit. ber sich finden / die gern wachen; da hat man guldne Zeiten zu hoffen. Deßwegen erforderte8. Strae. Kayser Mauritius an seinem General: daß er mässig leben / und zu Nacht Kriegs=Rath haltensolle; dann bey Nacht seye am gewissesten einen Schluß zu fassen; weilen alsdann das Gem.von den aͤusserlichen Verunruhigungen sich befreyet sehe. Des Tarquinii That ist nachdenck-lich: dann als sein Sohn Sextus Tarquinius, einen Botten zu ihme gesandt / und sich erkundi-gen wollen; wie er es anzugreiffen hätte / damit die Gabier im Gehorsam könten erhalten werdenLiv. l. 1. hat der Vatter ohne ein Wort zu reden / sehr viel geantwortet. „Der König (meldet der Ge-Dec.1.„schicht=Schreiber /) gieng gleichsam in Gedancken nach seinem am Pallast liegenden Garten /„wohin ihm auch der Bott nachfolgt: daselbst spatzierte er hin und wieder / schwiege immerdar„still/ und schlug nur mit dem Stab den Magsaamen-Blumen die Köpffe ab. Der Magsaa-men machet schlaffen: es seynd aber die keine tüchtige Werck-Zeuge zur Regierung eines Staats,Sinesius I. die vom Schlaff schwere Köpffe haben. „Wer sich nicht scheuet zu wachen / und in denende regno. „schweresten Sorgen auszuharren; der ist billich bey denen Schaafen für einen Hirten; bey„denen Menschen aber für einen König zu halten.Non solem exspectat.Erwartet nichtDer Sonnen=Liecht.Manè placuit Mannam: solis fugit ista calorem;Phœbeos radios non tolerare potest.Auroram Conso non asperneris amicamMatutam vigilem seria quaeque volunt.Das Manna fället nur bey frühen Tages-Zeiten /Wann ihm die Morgen⸗Röth' noch friſche Kühlung reicht:Da muß zur Sammlung man sich ohn Verzug bereiten /Weil sonst dasselbige den Sonnen-Strahlen weicht.Hastu was wichtigs vor; laß Schlaff und Ruhe schwinden:Dann in der früh' kan man den besten Rath erfinden.Mchte
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Meteorologia philosophico-politica : Das ist: Philosophische und Politische Beschreib- und Erklärung der Meteorischen/ oder in der obern Lufft erzeugten Dinge; In Zwölff zerschiednen Aus Meteorologischen Fragen/ und Politischen Schluß-Reden bestehenden; wie auch mit zugleich untermischten schönen Sinn-Bildern gezierten Abtheilungen ... Anjetzo ... aus dem Lateinischen in das Teutsche übersetzt
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