der in der obern Lufft erzeugten Dinge.Wind / so wird er dir beschwerlich fallen / weil du der widrigen Winde nicht gewohnet bist. Ei-ne kleine Unglücks-Lufft wirfft diejenige zu Boden, welche allzeit in Wollust aufferzogen, undniemahlen von Widerwertigkeiten angefochten worden. Denen / so immerdar in Ruhe sitzen /kommt alles neu und ungewohnt vor; es mach ihnen auch begegnen / was da will. AeneasDO SECGazzaeus schreibt; Glaucus seye im Honig ersticket. Süsse Dinge erregen die Galle / und auf Gaz. ineinen lieblichen Trunck folget die Bitterkeit: wann man aber mit einem unangenehmen Trunck Theophr.den Anfang machet, so folget die Süssigkeit darauff. Gemeiniglich / was bitter ist / dienet zurGesundheit; und mit herben Säfften werden die krancke Glidmassen wieder zurecht gebrachtwie Symmachus redet. In Indien findet sich eine gewisse Landschafft, wo zugleich mit dem Sym̅uch.Regen ein Honig=Thau herabfället / und einem jeden / ja dem bittersten Gewächs den herben Ge= in epist.schmack benimmt / hergegen aber eine Süssigkeit einflösset. Laß seyn daß man sich viel bemühenmuß zur Tugend zu gelangen; und alle Kräfften anspannen den Lorbeer=Crantz zu gewinnen; Alian.So wird doch der bittere Tranck mit einem süssen Lohn vermischt. Was bitter zu seyn scheinet / istwegen der lieblichen Ruh und Belohnung dermassen angenehm / das (seynd des CiceronisWort) sowohl ihr, und eure Vor-Eltern, als auch ein jeder tapfferer Mann sich nicht scheuerCicer. inolle / der allergrösten Mühe und Arbeit sich zuunterziehen. Die entsetzliche Gefahr / und Schiffarths= Rullum.Beschwerden / haben des Jasons Gemuth nicht zu fällen vermocht: die zu denen vergifften Unge-heuren führende Strasse selbsten war ihm ein Milch-Strasse / die die Hoffnung des guldenenFlüsses versüsset hat. Wann ein Kämpffer das Kleinod erhalten, so erkennet das Volck dar-aus / daß selbiger den Sieg erworben. Die Bürgerliche Krone zeuget / daß man sich im Kriegtapffer erwiesen. Es seynd schimpfliche Kriegs=Dienste, wo man keine Belohnung bekommen.Weiber seynds, die auf lauter Rosen-Pflaster ohne Dornen nach dem Gipffel der Ehren steigenwollen. Ein Krone zuerlangen / ist Hercules selbsten nicht müssig gesessen / sondern hat gekämpf-fet: und die Götter haben es mit der Tugend also verfügt, daß sie mit grossem Schweiß undMühe muß erlanget werden. Die Römische Obrigkeit hat die Hände an den liederlichen Va-tinium
Druckschrift
Meteorologia philosophico-politica : Das ist: Philosophische und Politische Beschreib- und Erklärung der Meteorischen/ oder in der obern Lufft erzeugten Dinge; In Zwölff zerschiednen Aus Meteorologischen Fragen/ und Politischen Schluß-Reden bestehenden; wie auch mit zugleich untermischten schönen Sinn-Bildern gezierten Abtheilungen ... Anjetzo ... aus dem Lateinischen in das Teutsche übersetzt
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225
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