Philosophische und Politische Beschreibungmuß weder jedermann / noch auch niemanden nicht glauben. Die mittlere Strasse ist also zuDio. I. 52. erwählen / und derjenige Weg zu gehen / den Kayser Augustus gewiesen; nemlich: Gedenckedaran / daß man nicht ungesaumt alles glauben / sondern zuvor fleissig untersuchen underwegen müſſe.Incendia nutrit.Vermehrt die WuthDer Feuers=Gluth.***Aestuat ut rapidus calidis fornacibus ignis,Ventosâ validum Folle ciente focum:Incendit virosâ animos sic voce susurro;Bilem sic auget subdola lingua gravem.Die Flamme nimmet zu mit Macht und grossem Knallen;Die Gluth wird selbsten wie mit einer Speiß ernährt;Wann aus dem Blasebalg die Winde auf sie fallen /Und daß sie nicht erlischt / die starcke Lufft verwehrt.Wilt dem Verläumbder du ein ein ofnes Ohr gewähren?Wie wird die falsche Zung das Zorn=Feur bey dir mehren!Die VII. Frage.Etliche Anmerckungen / einige hefftige Winde und ihreverwunderliche Würckungen betreffend.IN denen Coͤromandelischen Kuͤsten nach der Nordlichen Breite 162. Grad innerhalbActa An.Celecut und Mase Lutapan pflegen aus einer gewissen Landschafft von Morgendsglic. mens.acht Uhr biß Abends vier Uhr dermassen warme / hitzige und stinckende Winde herzu-Mart.2wehen / daß die Innwohner ohne besondere Erfrischungen sich kaum erhalten können:Dannenhero hengen sie alle Tag ein Gefaͤß/daß mit Trinckwasser/oder einem anderen gewohn-lichen Tranck angefüllt ist / biß um 4. Uhr Abends an einem Pfahl / oder Baum / oder Mauerauf / und lassen selbiges sowol an der Sonnen / als denen stürmenden Winden selbsten stehen:Da dann erdeutes Trinckwasser hierdurch so sehr gekühlet wird / daß dasselbe in einem Keller /oder anderem unterirrdischen Ort nicht kälter werden könnte.2. Bey der Stadt Zenus in Dalmatien / wie Valvasor berichtet / gibt es in dem Win-Valv. inter immerdar solche starcke und hefftige Winde ab / daß / wann sie wehen / niemand ohne GefahrTopogr.aus seinem Hauß heraus gehen kan; ja es werden die Wellen deß nechst=anstossenden MeersCarnioll.2. c.n. so hoch in die Lufft getrieben / daß sie über dem allda stehenden Thurn zusammen schlagen.In den Azorischen Insuln werden die Kinder gemeiniglich / wann der Südwindblaset / mit Schwachheiten befallen: Dann er eröffnet / und erweitert die Schweißlöcher / undzerschmeltzet die Feuchtigkeiten; so geschiehet es auch / daß / wann dieser Wind wehet / die Leute /mit Bley und Quecksilber umzugehen und zu arbeiten haben / vor andern sich insonderheit übelauf befinden.4. Kircherus schreibet aus eigner Erfahrung / daß auf einem sehr hohen Berg bey derStadt Sorg in Campanien wo man nicht anders / als durch einen engen und mit jehen Felsen besetzten Eingang zu der auf dem höchsten Spitze befindlichen Ebene kommen kan / die Win-de so grausam wüten und toben / daß niemand allda ohne augenscheinliche Gefahr aufgerichtenKirch. in Leibs fortzugehen vermöge. Und vermeldet erdeuter Author, es habe ihm sein Reiß=GefährtMund. erzehlet / daß nicht lang vorhero an eben selbigem Ort eine gantze Heerde Schwein von denensubterr. entsetzlichen Wirbelwinden weggeführet / und an die nechste Berg-Klippen geschmissen wordenl. 4. sect. seye. Eben dieser Pater berichtet auch / daß er von dem P. Ovale S. J. Procuratore in dem Kö-24. c. 5. nigreich Child, gehöret; es hätte diejenige / so aus ermeldtem Königreich Child in Paraquaria
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Meteorologia philosophico-politica : Das ist: Philosophische und Politische Beschreib- und Erklärung der Meteorischen/ oder in der obern Lufft erzeugten Dinge; In Zwölff zerschiednen Aus Meteorologischen Fragen/ und Politischen Schluß-Reden bestehenden; wie auch mit zugleich untermischten schönen Sinn-Bildern gezierten Abtheilungen ... Anjetzo ... aus dem Lateinischen in das Teutsche übersetzt
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