der in der obern Lufft erzeugten Dinge.eine schädliche Art von Menschen / die das Ansehen haben / als wann sie nur Worte vor-brächten; und sie seynd doch mit Lastern verhengt. Ihre Reden seynd sehr schädlich:Dann ob sie wohl nicht alsbalden ihre böse Wurckung aͤussern; so lassen sie doch einen Saamen in dem Hertzen zuruck; und das Übel trifft uns erst hernach, wann wirschon von ihnen weggegangen. Ach! wie entsetzlich wurden offt allzuleicht Glaubige Oh-INCENDIAren durch solche Aufstecher und Zublaͤser entzündet / daß sie letztlich in blutige Flammen ausge-chlagen. Man schaue nur den einigen Kayser Hadrianum an / welcher sich unschwer von ver-läumderischen Zungen bereden lassen, und durch einen übereilten Schluß den Tatianum Nepo-tem, Septicium, Clarum, und andere für Feinde erkläret / und mithin dem Mord=Schwerd ü-bergeben. Die Kayser Honorius und Theodosius haben demnach nicht unbillich auf derglei-chen Ohren=Jucker eine gerechte Straff gesetzt: Wer jemanden eines Lasters beschuldiget / l.fin. C.deder soll wissen / daß ihme diese Lugen Freyheit nicht ungestrafft hingehen werde: indem C.es die Rach erfordert / daß ein Verlaͤumbder mit gleichmaͤssiger Straffe beleget wer-de. Und zwar, wer würde können unschuldig seyn, wann es nur am Anklagen gelegen wäre?Dann einige werden durch Geschencke verleitet, daß sie unschuldige Leute verlästern; etliche her-gegen seynd von ihren Gemüths-Neigungen verblendet / daß sie ohne Unterscheid ihre Ver-laumbdungen ausstreuen; und andere haben eine solche Lust kützlichen Ohren zu schmeichlen,daß sie ohne Scheu ihren gifftigen Haß und Neid auszuschütten pflegen. Allein; man soll die-sen Ohrenbläsern weder einen Zugang verstatten / noch Gehör verleihen. Dahero lieset manvon Tito, daß selbiger den Vespasianum, und also der Sohn den Vatter offt und viel ersuchthabe: Er möchte doch sich von denen Verlaͤumbdern und ihrer Rotte nicht leicht be Tacit.l.4.reden und in Harnisch bringen lassen. Wir schliessen demnach mit dem Seneca: Man ann.müsse nicht leichtlich denen Verlaͤumbdern Gehör geben. Jedoch soll man nicht gleichs Sen, in ep.balden dergestalten unglaubig seyn / daß man keinem Menschen Glauben zustelle; sondern man
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Meteorologia philosophico-politica : Das ist: Philosophische und Politische Beschreib- und Erklärung der Meteorischen/ oder in der obern Lufft erzeugten Dinge; In Zwölff zerschiednen Aus Meteorologischen Fragen/ und Politischen Schluß-Reden bestehenden; wie auch mit zugleich untermischten schönen Sinn-Bildern gezierten Abtheilungen ... Anjetzo ... aus dem Lateinischen in das Teutsche übersetzt
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