der in der obern Lufft erzeugten Dinge.„Graccher Mutter / bey dem Valerio Maximo sich ihrer Armuth gerühmt: Dann als eine Val Max„Campanische Dame ihr den allerschoͤnsten und kostbarsten Schmuck selbiger Zeiten gewiesen; l.4.5.4.,„so hat Cornelia dieselbe so lang mit Gesprächen aufgehalten / biß ihre Söhne aus der Schule„nach Hauß gekommen; und da sagte sie: Diese seynd mein Schmuck und Kleinodien. Jaes hat das Licht solcher Wahrheit auch in den Egyptischen Finsternussen geleuchtet: Dannes pflegte König Ptolomæus sich öffters vernehmen zu lassen: Es seye seiner Meynung nachein viel grössers Glück / eines Königs Vatter zu seyn / als ein Reich selbsten zu besitzen.Wie dann Castor von dem unvergleichlichen Poeten Homero darum gelobet wird / das er Hom.sehr wohl gezogene Söhne gehabt / und dahero von den Cretensern für einen GOtt gehalten Ochss. 14.worden; Castor, des Hylax Sohn, schreibt er: ward vor Zeiten bey denen Cretensernals ein GOtt verehret / weil er ehrliche und dapffere Söhne gezeuget. Homerus kandemnach mit seiner Klage, die er unter dem Nahmen der den Telemachum andredenden Mi-nerva führet / innen halten:Pauci enim filij similes patri sunt.Wie wenig Söhne seynd, die ihrem Vatter gleichen;Und dessen Tugend-Ruhm sich mühen zuerreichen!Dann du siehest so viel Neben-Sonnen, als durchlauchtige Erben wie Strahlen von deKayserlichen Sonne ausgehen. Das Firmament wird zu weilen von einer doppelten Sonnebeleuchtet: Leopoldus scheinet als eine doppelte Sonne, wann er sich in dem Sohn, undder Sohn in dem Vatter beschauet: Dieser ist das Original, jener das Conterfeit; der an-dere Vatter; ja in demselben dermassen eingesencket / das er wie ein echter junger Adler mitallen Kräfften sich bemühet / selbigen nachzufolgen. Ist demnach recht und billich / daß das-jenige in acht genommen werde / was man von dem König in Pohlen / Boleslao IV. berich-tet: Das er nehmlich seines Herrn Vatters Bildnus auf einem güldenen Pfenning stetsHalß getragen / auch so offt ihm eine wichtige Sache vorgekommen / dasselbe mit grosser Ehrerbietigkeit geküsset, und gesagt: Verhüte der gütige GOtt, das ich ja keinen Schlußfasse / der deinem Königlichen Nahmen und Ruhm schimpfflich oder Nachtheiligseyn möchte.Alter ab illo.Er gleicht ihm wohl /Und wie er soll.Postquàm nube novi resplendet solis imago;Noscere prae fictis lumina vera nequis.Virtutis patriae sit filius aemulus haeret;Et referat dotes quae genitore nitent.Wann eine dicke Wolck sich nechst zur Sonne stellet /Die ihrer Strahlen Glantz auf selbe häuffig streut /So steht ein neue Sonn der alten beygesellet /Von beeder Gleichheit gibt fast keinen Unterscheidt.Des Vatters Tugend soll den Sohn zur Nachfolg treiben;Dann wird er dem / der ihn gezeuget / ähnlich bleiben.Die V. Frage.Vas der Regen=Bogen seye? was er für Farben habe?und was die würckende Ursach derselben seye?Er Regen=Bogen übertrifft mit seiner Schönheit insgemein alle Lufft=Gesichte sowohlals alle wahrhafftige meteorische Eindruckungen / dergestalten das er wegen der un-vergleichlichen Mannigfaltigkeit und Unterscheid der Farben aller Menschen Augen auf
Druckschrift
Meteorologia philosophico-politica : Das ist: Philosophische und Politische Beschreib- und Erklärung der Meteorischen/ oder in der obern Lufft erzeugten Dinge; In Zwölff zerschiednen Aus Meteorologischen Fragen/ und Politischen Schluß-Reden bestehenden; wie auch mit zugleich untermischten schönen Sinn-Bildern gezierten Abtheilungen ... Anjetzo ... aus dem Lateinischen in das Teutsche übersetzt
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