Druckschrift 
Meteorologia philosophico-politica : Das ist: Philosophische und Politische Beschreib- und Erklärung der Meteorischen/ oder in der obern Lufft erzeugten Dinge; In Zwölff zerschiednen Aus Meteorologischen Fragen/ und Politischen Schluß-Reden bestehenden; wie auch mit zugleich untermischten schönen Sinn-Bildern gezierten Abtheilungen ... Anjetzo ... aus dem Lateinischen in das Teutsche übersetzt
Entstehung
Seite
126
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Cic. l. 3.d. Off.

Philosophische und Politische Beschreibunggel, der, wann er von den Sonnen-Strahlen beleuchtet wird, die angenommene Gestaltenwider zuruck giebet / die wir als wahrhaffte Bilder betrachten; Welcherley Spiegel uns so-gar die Natur an dem Himmel selbsten aufgestellet: Indem wann sich ein kleines Wölckleingegen der Sonne wendet / diese als das guldene Himmels=Aug / jene ansihet und bestrahlet:N. 27ALTER AB ILLOMithin in der Lufft sich eine doppelte Sonne zeiget, so daß man die Sonne von der Sonnenicht unterscheiden kan: Dann es ist eines des andern Bild; und möchte man wohl sagenes wäre ein gedoppeltes Eins, oder zwey in Einem. Wann nun eine solche zweyfache Son-ne scheinet, so heisset man es eine Neben-Sonne: Ein Sohn ist des Vatters Neben-Sonne,wann er mit gleichen Sitten und Lebens=Wandel gläntzet; und man / wann man den Sohnsiehet in demselben den Vatter alsbalden erkennet. Dergleichen Sitten- und That-Aehnlich-keit wird von dem Cato bey dem M. Tullio Cicerone gerühmet: Wie sonsten andere nachihren Vättern / also ist M. Cato, unsers Catonis Vatter / der dieses grosse Licht erzeu-get, nach dem Sohn zu nennen. Wer den vätterlichen Ruhm nebst den Gütern erbet,der solle auch den vätterlichen Thaten nachahmen; und mit dem Blut, davon er abgestammet,ein Conterfeit oder Abbildung des Originals oder Vorbilds werden. Hat ein Sohn die Eh-re, das er von seinem Vatter, wie die Strahlen von der Sonne, das Leben erhalten; sokan er auch machen / das der Vatter sich seiner hinwiderum zu ruhmen habe: Dann eben hier-mit schmeichelte jener berühmte Redner bey dem Sabellio dem Macedonischen König Philippo„Ich will nichts melden / O! Philippe / von dem vortrefflichen Geschlecht und Adel / daraus„du entsprossen; nichts von denen Landen und Königreichen die du dir unterwürffig gemacht„nichts von denen Palm-Zweigen und Siegs-Zeichen, die du von deinen überwundnen Fein„den darvon getragen; dann es ist schon genug / wann ich nur dieses einige sage: Alexander„sey dein Sohn gewesen. Und gerad auf solche Weise hat ebenfalls jene Mannliche Matron(die deßwegen hier nicht mit Stillschweigen solte übergangen werden) nemlich Cornelia, der