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der in der obern Lufft erzeugten Dinge.der Jungfer=Aehre gegen dem Ganymede fortgegangen; wo er biß auf den 26. December sei-nen trefflich weiß=gläntzenden / breiten / sehr hellen und langen Schweiff durch den Halß deß Ad-lers über den rechten Flügel deß Schwanen hinaus gestreckt; alsdann aber durch den Schwantzdeß Delphins / durch das kleine Pferd / Pegalum, durch das Haupt der Andromeda; und dasHaupt deß Nordlichen Fisches nach dem Triangel fortgeruckt; hinter welchem Triangel hernachder Schweiff gantz dünn und unsichtlich worden; und ist endlich dieser Comet im Februariodarauf völlig verschwunden.Fragt sich hiebey: Was die Ursach dieses letztern / nemlich deß eigenen und besondernLauffs der Cometen seye? Antwort: Wann eines Cometen Lauff ordentlich gehet, wie derglei-chen bey denen Ober=Mondischen Cometen beobachtet wird; so ist selbiger / eben wie der Lauffdeß Gestirns / der bewegenden Intelligenz zuzuschreiben: Dann es scheinet gar nicht glaublich,daß nach der Einbildung deß Hevelii und Cyzati, dieser Lauff nur wie die Durchschiessung oderDurchfahrt eines Donner=Strahls seye; inmassen er solcher Gestalten nicht so beständig / undordentlich geschehen könnte. Wann aber ermeldter Lauff sich unordentlich erzeiget / so ist es einZeichen / daß der Comet Elementarisch seye / und durch zufällige Ursachen hin und wider getrie-ben werde: Dann ein Comet laufft und richtet sich nach der Bewegung seiner Speisse nemlichwie Seneca behauptet / aus Norden gegen Westen durch Süden / und aus Norden gegen Osten;Gestalten er keinen gewissen Weg hat, sondern gehet nur immerdar dahin, wo er seine Nah-rung findet; weilen die Materi deß Feuers stets demjenigen / so ihme Unterhalt darreichet / nach-zufolgen pfleget. Dannenhero ein Comet zuweilen / wann die Materi an seinem untern Theilabnimmet / sich übersich; wann sie aber allda sich vermehret / unter sich beweget; So wird überdiß auch der zerschiedene und unordentliche Lauff eines solchen Cometen von einem ihn beherr-schenden Gestirn regiert; wie nechst dem Aristotele Scaliger bezeugt / wann er also schreibt:Dann warum solte ein Gestirn diejenige rohe Materi / so dasselbe aus unserer untersten Gegendan sich gezogen / und bereits zusammen gesetzt / formirt und frey gemacht / nicht auch / wann solcheihme nun gantz nahe stehet / mit sich davon fuhren mögen? Der Stern ist demnach / so zu re-den ihr Vatter / und erhält sie nicht anders / als wie die Wolcken von der Sonnen in der Hö-he gehalten werden. Was Wunders / wann das Gestirn die Materi mit oder nach sich ziehet?dann wir haben anderswo erwiesen / daß ein Ding von einerley und eben derselben Gewaltnicht nur könne angezogen / sondern auch erhalten werden.Jedoch hat man diesemnechst zu mercken; der Cometen Lauff seye zuweilen dermassengeschwind, daß da sie gegen Westen zu scheinen angefangen, inner wenig Tagen gleichwolender Sonnen so weit bevorkommen / daß sie gegen Aufgang in der Fruhe sich sehen lassen; undauf solche Weiß einer und eben derselbe Comet würcklichen denen Leuten / so unter einer Pa-rallel oder Gleich=Strich liegen / beedes Ostlich und Westlich leuchten könne: Welches dannverursacht / daß die / so diese Sache nicht genau untersucht / manchmalen einen und eben densel-ben Cometen für zwey zerschiedene und besondere angesehen und gehalten haben.§. 4. Die Daurung oder Währung deß Unter-Mondischen Cometen beruhetbeedes auf der Eigenschafft / und dann auf der Vielheit (Qualität und Quantität) derentzündeten Materi: dann nachdeme selbige haͤuffig vorhanden / und entweder fest zusammengedruckt / und zäh / oder aber dünn und subtil ist; so pfleget auch der Comet entweder kurtz= oderlange Zeit sich zu zeigen; Gestalten eine feste Materi von der Flamme langsam durchdrungen,einfolglich länger ernähret; eine dünne aber geschwind verzehret wird. Dieweilen aber alle undjede Materi dieser Cometen nicht auf einerley Weiß sich in die Höhe schwinget / und zu einemso grossen Cörper erwächset; sondern sich immerzu neue Ausdünstungen zu derselben schlagen /dadurch ersagter Cörper erwächset; sondern sich immerzu neue Ausdünstungen zu derselben schla-gen / dadurch ersagte Cörper vermehret / und das Feuer unterhalten wird; so geschicht es dahero /daß ein Comet so lange dauret / als ihme eine tüchtige Nahrung und Zunder zukommet. Herge-gen kan bey denen Ober=Mondischen Cometen die Ursach ihrer langen oder kurtzen Daurungaus deme herrühren / daß ihre Materi denen Sonnen=Strahlen entweder wenig oder aberstarck widerstehet; und also von denenselben bald oder langsam zerstreuet wird.)Woraus diese Folgerung zu machen: Daß man von der Cometen Währungs=Zeitgantz nichts gewisses sagen noch bestimmen könne; Wie dann auch dißfalls die Philosophiuntereinander zerschiedene Meynungen führen; Plinius meldet: Man habe beobachtet / daß diekürtzeste Zeit / da sie sich sehen lassen / in sieben; und die längste in 80. Tagen bestanden; wiewoh-len die Widrige viele Exempel beweisen / daß solche Meynung nicht wohl gegrundet seye. DannLubicnecius hat sieben Cometen angemerckt / welche ein halbes Jahr lang geschienen; nemlich indenen Jahren Christi 60. 64. 78. 145. 337. 603. und 1240. Und Calvisius versichert aus demCedrero, daß die Cometen / so Anno 375. und 975. geleuchtet / acht Monat lang am Himmelgestanden; Ja es schreibet Josephus, daß vor der Zerstöhrung Jerusalem ein Comet in Gestalt