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Meteorologia philosophico-politica : Das ist: Philosophische und Politische Beschreib- und Erklärung der Meteorischen/ oder in der obern Lufft erzeugten Dinge; In Zwölff zerschiednen Aus Meteorologischen Fragen/ und Politischen Schluß-Reden bestehenden; wie auch mit zugleich untermischten schönen Sinn-Bildern gezierten Abtheilungen ... Anjetzo ... aus dem Lateinischen in das Teutsche übersetzt
Entstehung
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Philosophische und Politische BeschreibungHis aspirantibus astris.Wann diß Paar leucht /Und Glück her zeucht.In transtris visum commotos Par facularum,Componit fluctus; aequor at Una ciet.Regna timore virent, sed qui sociatus amori est:Hâc sine non possunt duplice stare basi.Der Schiffer wird getrost, ob schon die Wellen rasen,Sobald zwey Flammen er auf seinem Mast erblickt;Will alsdann Lufft und Wind beginnen sanfft zu blasen:Da sonst / scheint eine nur / ihn Sturm und Schiffbruch drückt.Beglücktes Reich! wo Forcht und Lieb am Ruder sitzen,Und auch auf diese zwey sich will ein König stützen.Die IV. Frage.Von dem Leck=Feuer.An hat sowohl vor alten / als auch zu unsern Zeiten öffers wahrgenommen / daß sichan der Menschen Haͤupter und Kleidern, wie auch an der Thiere Haaren und Fellen und andern Dingen ein Feuer ohne Schaden angehängt; welches dahero nichein anzündendes, sondern ein Leck-Feuer genennt, und insonderheit von denen Altenfür ein unbetrügliches Zeichen einer grossen Glückseeligkeit gehalten worden. Wir setzendemnach /C. 1. Daß das Leck=Feuer nichts anders seye / dann eine aus einer dünnen und subtilenAusdünstung / oder auch aus denen Geistern der Thiere entstandene Flamme / die in der Lufftsich zu zerstreuen / und zuweilen an ihren Haaren sich anzuhängen pfleget. Dieselbe brennet o-der zündet wegen ihrer Subtil=und Dünnheit nicht an; eben wie auch die Flamme eines Bran-Virg. I. 2. denweins keine Krafft zu brennen hat. Der Poet Virgilius dichtet / daß dergleichen dem Asca-nio Julo, deß Æneæ Sohn begegnet seye.An.Ecce levis summo de vertice visus JuliFundere lumen apex, tactuque inuoxia molliLambere flamma comas, & circùm tempora paſci.Es blitzt ein helles LichtAus deß Iuls Gesicht;Die Haare fahen Flammen;Das Feuer schlaͤgt zusammen /Und zuͤndet doch nicht an:Es setzt sich/ wo es kanDie weiche Schläffe rührenUnd Nahrung für sich spühren.Ein ebenmässiges berichtet auch Valerius Maximus von dem Servio Tullio; welchemVal. Max.da er noch ein Knab war/ und einsmahls geschlaffen / eine unschaͤdliche Flamme um das Haupt1.1. c.9.und Scheitel sich gesetzt: daraus deß Königs Tarquinii Gemahlin / Tanaquil, die solches mitBestürtzung als ein himmlisches Wunderzeichen angesehen / eine sonderliche Vorbedeutung ge-zogen; also daß sie den ob schon von einer leib=eignen Magd gebohrnen Servium wie einen Kö-niglichen Printzen auferziehen lassen / und ihn auch nachgebends zu Reich und Thron befördertSo bezeuget auch P. Kircherus, daß / so offt er zu Rom sich in eine unter=irrdische Grufft bege-ben / aus den Häuptern seiner schwitzenden Gefährten kleine Flammen / wie Lichtlein heraus ge-fahren