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Meteorologia philosophico-politica : Das ist: Philosophische und Politische Beschreib- und Erklärung der Meteorischen/ oder in der obern Lufft erzeugten Dinge; In Zwölff zerschiednen Aus Meteorologischen Fragen/ und Politischen Schluß-Reden bestehenden; wie auch mit zugleich untermischten schönen Sinn-Bildern gezierten Abtheilungen ... Anjetzo ... aus dem Lateinischen in das Teutsche übersetzt
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Philosophische und Politische Beschreibungandere Elemente könne verwandelt werden; wie er dann zu dem Ende die Asche zu einem E-xempel vorstellet, als die nicht einmahl von dem Feuer, welches doch eine so grosse, scharffe undfressende Würckung hat / verzehret werden möge. Hergegen machet Albertus Magnus vierer-Albert.Magnus ley Arten von Aushauchungen: Die erste ist seiner Meinung nach warm und trucken, ent-l.10. tract. springt gemeiniglich aus der Erden / ziehet sich weit in die Höhe / und gibt eine Materi zu feuri-gen Eintruckungen; die andere ist warm und feucht, welche nicht hoch über sich steigt, und sich4.6.1.leicht in Lufft verkehret; die dritte ist kalt und trucken, aus welcher, wann sie dicht zusammengetrieben wird / die Winde entspringen; und dann die vierdte ist kalt und feucht / die zu kaltenund feuchten Meteoren dienet. Hierwider aber sage ich:§. 4. Daß es nur allein zwey / und weder mehr noch weniger gemeine Arten derAushauchungen / mittelst welcher jene denen Meteorischen Dingen zur Materi dienen /abgebe; nemlich der Dampff / und die Ausdünstung. Die Beweiß-Ursach des erstenSatzes ist; daß keine Meteorische Aushauchung kalt seyn kan; gestalten selbige samtlich durchdie Krafft der Hitze erwecket / und nicht ausgestossen werden / es seye dann / daß der Cörper dünnund subtil werde, und die Hitze solche Subtilität befördere: und dann auch, daß, wann derDampff und die Ausdünstung kalt wären / sie nicht in die Höhe stiegen; weilen alles was kaltist / seiner Natur nach eine Schwere und Gewicht hat. Die Beweiß-Ursach des andern Sa-tzes aber ist diese; daß nach dem die feurige Eintruckungen, als da seynd die Cometen, Stern-Geschoß / und dergleichen andere / nicht aus einem waͤsserigen Dampff / der da schwerlich kanangefeurt werden, entspringen, nothwendig eine andere taugliche Materi, nemlich die Erdigeund truckne Ausdünstung / welche gar gern Feuer fängt / gesucht werden müsse. Und hinderthierbey durchaus nichts, was oben von der Aschen gemeldet worden: weilen dieselbe deßwe-gen schwerlich oder wohl gar nicht von dem Feuer mag verzehret, oder darzu verwandelt wer-den / weilen sie keine Fettigkeit in sich hält / so dem Feuer eine Nahrung geben könte.Aus diesem nun mache ich gleichfalls wider den Platonem und einige andere denSchluß, daß keines weges zu behaupten seye, daß alleinig die Feuchtigkeit aus der Erden sichheraus begebe / und nicht zugleich ein und andere Erd=Theile wegen ihrer allzugrossen Trücknemit ausdünsten könten: Dann gleichwie die truckneste Cörper als die Gewurtze Weyhrauch,Schwefel / Büchsen=Pulver, Pfeffer / u. s. f. ihre Ausdünstung haben; also mag die Truckneder Erden auch nicht verhindern / daß nicht gleichfalls Ausduͤnstungen von ihr ausgehen. Zudeme / so können aus dem alleinigen vom Wasser entstehenden Dampff wie es am Tage liegt /keine feurige Eintruckungen angezündet werden: Dann das Feuer wird von dem Wasser alleinnicht ernehrt; dahero muß nothwendig bey dem Dampff etwas von der Erden anhängig sichbefinden; welches dann auch mit denen allertrücknesten Winden sich erweisen lässet, als dieaus dem Dampff allein nicht bestehen können. So ist nicht weniger in dem Schnee= und indem Regen-Wasser viel von Erdigen Aushauchungen enthalten; wie aus dem Leim, der insolcherley Wassern sich ereignet / sattsam abzusehen ist: dannenhero folget / daß erdeute Meteo-rische Eintruckung auch in einer Erdigen Materi bestehen. Jedoch will ich anbey gern zuge-ben / daß die Feuchtigkeit von dem Feuer oder der Sonne vielleichter / als ein truckner Cörper /der nichts feuchtes in sich hat, bezwungen werde; angesehen ein feuchter Cörper leichter duͤnnund subtil zu werden pflegt: Gleichwohlen aber, wann ein truckner Cörper, gleichwie die Erdeist / mit einer Feuchtigkeit untermenget wird / so wird er auch mit der Feuchtigkeit ausgedünstet /indeme die Sonne ebenfalls einige Theile des trucknen Coͤrpers zugleich mitausziehet. Wel-chem allem nach man für einen gewissen Schluß zu halten hat, daß die Erde, wann sie langeZeit an der Sonn lieget, etwas weniges abnehme; jedoch solcher Verlust ihr bald wiederumhernach durch die fallende Regen ersetzet werde.Politische Schluß=Rede.Ein Politicus soll mit Wissenschafft und Tugend begabt seyn.Einer Meinung nach muß ein Politicus mit zweyen Flügeln versehen seyn; einestheils / daß er recht leben / und andern theils / daß er wohl regieren lerne: Dann er istGOttes Stadthalter / und gleichsam ein Land= oder Provintz=Gott; deßwegen soll eran sich und denen Seinigen eben das, was GOtt an der gantzen Welt erweiset, ausüben;nemlich mit Tugend und Weißheit das Regiment verwalten; also daß er durch die Tugend zueinem Mann / durch die Weißheit zu einen Menschen / durch alle beede aber GOtt gleich werdenmöge. Das Fabelhaffte Heydenthum hat gedichtet / es habe Jupiter seine Pallas mit Tugendund Weißheit ausgerüstet / damit er sich ihrer nicht zu schämen hätte; Wie? solte man nichtglauben / ein Politicus habe sich auch eines Göttlichen Uhrsprungs zu rühmen / indem die Tugendbezeu-