Franco von Lüttich.
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poshdare. Iam vero frontate, quod ahmt, peto, ut mit ipsum si habetis auf eiusmodi aliumquem podismum vocant transmittatis. Die Stelle über Albinus bei Boethius in Arist. tcsqIto/o/r. ed. sec. 1, 1 Albinus quoque de tisdem rebus scripsisse perhibetur, cuius ego geo-metricos quidem libros editos scio, vgl. Teuffei 6 3, 231 § 407,5 und 224 §405,2. In altenBibliothekskatalogen habe ich bisher keine Spur von Albinus entdecken können.
üeberlieferung im Paris. 6401 s. XI f. 1 —ll 1 ', Auszug aus Brief 4 im Paris. 7377 C4 h —6" s. XI, Brief 9 daselbst f. 6-t— 8». Ausgabe von P. Tannery, Notices et Extraits 36,2.5I4- 536 mit vortrefflicher Einleitung p. 487-513; vgl. Wattenbach 2, 144.
135. Franco von Lüttich.
Franco stammte wohl selbst aus Lüttich, jedenfalls gehörte er zumKlerus der Stadt und war Leiter der dortigen Domschule zu St. Lambertals Nachfolger Adelmanns; er wird als solcher zum Jahre 1047 in Sige-berts Chronik genannt. Mit Wehmut und Behagen erinnert sich der achtzig-jährige Domherr Cosmas von Prag an die schöDe Zeit, da er in jungenJahren bei Franco Grammatik und Dialektik gehört habe, als die Musemit ihm auf den grünen Wiesen spielte. Und Sigebert rühmt von ihm inseinem Schriftstellerverzeichnis, daß er wegen seiner Religiosität und wegenseiner Kenntnisse in geistlicher und weltlicher Wissenschaft einen be-rühmten Namen gehabt habe. Die Verehrer der Profanwissenschaft möchtenihn nach seinem Buche über die Quadratur des Kreises schätzen, von derschon Aristoteles gesprochen habe, und möchten ihn den Philosophen vor-ziehen. Er lobe ihn aber besonders deshalb, weil er die heiligen Schriftenstudierte und manches darauf Bezügliche schrieb, wie ein Buch über denKomputus; weitere Schriften befänden sich bei andern Besitzern. Da Sige-bert nun in der Chronik wie im Kataloge erwähnt, daß Franco sein mathe-matisches Werk dem Erzbischof Hermann von Köln gewidmet hat, so istes innerhalb der Jahre 1036 und 1056 entstanden, denn aus ihm selbst läßtsich eine genauere Zeitbestimmung nur schwer entnehmen. Das hängt aberdamit zusammen, daß seine einzige Ausgabe textlich fast unbrauchbar ist,indem Winterberg die Handschrift oft gar nicht verstanden hat. 1 ) Unddas scheint leider gerade bei den Vorreden der sechs Bücher besondersder Fall zu sein, denn dort steht im Druck oft barer Unsinn. Eine einzigeStelle könnte in Betracht kommen, denn es heißt dort, falls sie richtig ge-lesen wurde, daß man damit umgehe, dem Cäsar eine Krone zu schmieden.Der Ausdruck ist dunkel genug, könnte aber, vorausgesetzt daß das Wortcesar auch wirklich überliefert ist, auf den Römerzug Heinrichs III., alsoauf das Jahr 1046 gehen; allerdings ist die Anrede an einen König nichtwahrscheinlich, da das Werk ja einem Erzbischof gewidmet ist. Franco mußvon seiner Arbeit keinen kleinen Begriff gehabt haben, denn er zerdehntedie umfänglich kleine Schrift in sechs Bücher und versah jedes mit einerVorrede. 2 ) Im Prolog zum 1. Buche meint Franco, daß er dem Erzbischof
J ) Wie es mit den geschichtlichen Kennt-nissen des Herausgebers aussieht beweist, ambesten, daß er S. 139 das Werk dem „Domini-kaner" Franco zuweist und diesen in dieZeit Ottos III. setzt.
2 ) Es ist sehr zu bedauern, daß A. Mainur die Vorreden 1 und 3 und zwar auch nur
teilweise herausgab. Sein Text ist verständ-lich, während Winterbergs Abschrift meistungenießbar bleibt. So liest Winterbergz. B. S. 142, 8 sehr ominös corruptelis fürcornipedis, und dazu hat er sich nicht imgeringsten um Mais Text gekümmert!