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2 (1923) Von der Mitte des zehnten Jahrhunderts bis zum Ausbruch des Kampfes zwischen Kirche und Staat : mit Index
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516 Geschichte der lateinischen Literatur des Mittelalters. Zweiter Teil.

cormäa vel quae tres caudas habeat vel quinqice pedes vel alia huiusmodi, ut congrue jiossisdicere eam mirabilem. Der Ausdruck episcopus imperii in einer Urkunde bei FantuzziMonumenti Ravennati 1, 227. Zum Tode Leos Wipo vita Chuonradi c. 12 (ed. Pertz p. 47)Hex ingressus Italiam per Veronam inter Mediolanum et Papiam Vercellas venu ibiques. pascha celebravit. In ipsis diebus paschalibus Leo eiusdem civitatis antistes vir multumsapiens mundum cumpace reliquit. Die Worte bei Rodulf Vita Willelmi c. 23 (MG. SS. 4,657,59)Simili invidia quoque Leo Vercellensis ep>iscopus ad actus universos istius patris extitemtinfestus. De quo etiam talia narrare solitus: Hie ergo crudelissimus Leo est totus sine deo,quia si fuisset deus cum eo, quae Ulms sunt, amaret pro Mo. Wichtig sind für Leos LebenS. Löwenfeld, Leo von Vercelli, Posen 1877 und H. Bloch, Neues Archiv 22,13136.

Gedichte. 1. Elegie auf Petrus. Das Gedicht besteht aus sechsDistichen, in ganz kurzen, vielfach antithetischen Sätzen, die oft nur Aus-rufungen sind, und es beklagt die Ermordung des Bischofs, der am 15. Juli 982bei Ottos II. Niederlage gefangen wurde 1 ) und längere Zeit in Alexandriain Haft blieb. Nach seiner Rückkehr wurde er 997 ermordet. Vollständigim Met. 232 s. XI, danach Ausgabe von Bloch, Neues Archiv 27, 753 (vgl.daselbst 28, 788 N. 455); fragmentarisch im Verc. capit. CII, danach zuerstBloch daselbst 22, 109.

2. Versus de Gregorio papa et Ottone augusto. Der Rhythmussetzt sich, eingerechnet die sieben Refrainstrophen, 2 ) aus neunzehn Strophenzu je drei Fünfzehnsilbern zusammen. Es ist ein Triumphlied auf Papstund Kaiser und feiert das starke gemeinsame Walten beider nach derUnterdrückung der Empörung. Den Höhepunkt des Gedichts bezeichnendie beiden Strophen, in denen der Papst als der Herr von Antiochia undAlexandria, Otto als der Schrecken des eisernen Babylon und des goldenenGriechenlands gepriesen wird. Bezeichnend sind Wendungen wie 30 SubCaesaris potentia purgat papa aecula und 31 Vos duo luminaria, 3 ) da sichin ihnen die Anschauungen Ottos III. deutlich widerspiegeln. Aus Bamberg.P. III. 20 f. 13 b s. XI herausgegeben von E. Dümmler, Anselm der Peri-patetiker S. 78ff. (mit N. 3), und besser von H. Bloch, Neues Archiv22,114f.,der dies Gedicht wie das folgende dem Leo mit Recht zugeschrieben hat.

3. Versus de Ottone et Heinrico. Das Gedicht enthält vierzehnStrophen zu je drei Fünfzehnsilbern und besteht aus zwei Teilen. 4 ) Dererste (Vs. 118) ist kurz nach Ottos III. Tode gedichtet und stellt einerührende Klage um den verstorbenen Kaiser dar, nach dessen Tode allesin Trauer verfallen und Kurie wie Pfalz von Jammer ergriffen werdenmüsse. Auch noch die nächste Strophe, die den Übergang zu dem zweitenTeil bildet, ist von der Trauerstimmung erfüllt, die erst mit Nennung desNamens Heinrich weicht. Zunächst preist der Dichter die Macht Gottesbei der unblutigen Erhebung des neuen Königs und schildert dann, wiesich die einzelnen Reichsteile diesem ergeben haben. Auch Italien wirdgenannt, das sich nach dem König sehne, und damit vollzieht der Dichterden Übergang zu persönlichen Bitten; er fordert am Schlüsse für sichreiche Beschenkung und wirksamen Schutz durch den König. Erhalten hatsich das Gedicht im Vindob. 1332 am Rande von f. 48 b52 s. XI, Monac.14516 auf einem Vorsatzblatte s. XI, Bruxell. 5540 und in einem Halensis

Vgl.hierzu die Annales Sangall. maiores 3 ) Vgl. Vitalianus bei Beda Hist. eccl. 3,29

982 (MG. SS. 1,80).

2 ) Vgl.hierzuBaxmann , Jahrb.f.deutscheTheologie 12, 287 ff.

und Arator Act. apost. 2,1219.

4 ) Vgl. hierüber H.Bloch undP.v.Winter-feld, Neues Archiv 22, 118.