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Johannes Schulze und das höhere preussische Unterrichtswesen in seiner Zeit
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381
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Kamptz gegen das Reglement. 381

pflege bin ich der Meinung, dass auf jene Gegenstände beiden Prüfungen ein weit grösserer Werth zu legen und siezu den vorzüglichen Aufgaben derselben zu macben seinmöchten, wogegen das auf die griechische Sprache, beson-ders auf die griechischen Dichter gelegte Gewicht rücksichtlichderer, welche von der bereits freigelassenen DispensationGebrauch gemacht haben, etwas vermindert werden könnte".Wieder tritt bei diesen Erörterungen die principielleBedeutung des Unterrichts im Griechischen hervor; wie denJesuiten war dessen Pflege auch diesem Verfolger der deut-schen Ideologen gründlich zuwider; mit seinem Gegensatzgegen sie, mit seinen reactionären und seinen utilitarischenAnschauungen hängen seine Aeusserungen gegen die beab-sichtigte Stärkung des Einflusses der humanistischen Staats-schule zusammen. Aber seine Bedenken fanden keine Unter-stützung bei den andern befragten hohen Beamten, vielmehrvertrat trefflich ihnen gegenüber sein Specialcollege derJustizminister von Mühler die Grundsätze des Reglements.Nachdrücklich hob er den Werth genauer Kenntniss griechi-scher und römischer Geschichte und die Zweckmässigkeit dervorgeschlagenen Anordnungen über die Reifeprüfung hervor.„Die meisten Vorträge der akademischen Lehrer, äusserteer, setzen einen gewissen Grad höherer wissenschaftlicherAusbildung voraus, wenn sie verstanden und verarbeitet wer-den sollen. In dem Vorhandensein dieses Grades der Aus-bildung werden Väter und Vormünder sehr leicht irren; eineSchulprüfung wird, ihn unzweifelhaft machen. Die Bestim-mung einer gewissen Zeit für das akademische Studium kannebensowenig als der Nachweis, dass eine bestimmte ZahlCollegien besucht worden sind, den schon vorhanden gewesenenMangel allgemeiner wissenschaftlicher Ausbildung ersetzen.Das Bestehen der Staatsprüfung nach beendigten Universitäts-studien gewährt noch keinen Beweis, dass jene Ausbildungvorhanden sei." In der Regel zeigen sich erst bei der wei-teren praktischen Ausbildung der Staatsdiener die Mängelihrer wissenschaftlichen Vorbildung; dann ist es zu spät einenanderen Lebensweg einzuschlagen. Viele schleichen sich den-noch in Aemter ein, ohne dazu durch Talent und Kenntnisse