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Johannes Schulze und das höhere preussische Unterrichtswesen in seiner Zeit
Entstehung
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288
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288 Zweites Buch. Erstes Oapitel.

Plans für die Vervollkommnung des Unterrichtswesens schienAltenstein auch deshalb zweckmässig, weil er glaubte da-durch am besten den Aeusserungen höchst beschränkter undgemeiner Ansichten entgegentreten zu können, welche einvölliges Verkennen des Werthes höherer Bildung bewiesen,ja diese „wohl gar als Abweg verschrieen, der zu politischenUnordnungen, religiösen Ketzereien, Vernachlässigung desBrodstudiums führe". Wirklich hatte ja nun der König seinenVorschlägen zugestimmt und ihm befohlen und ermöglichtnamentlich bald alle Vorkehrungen zur Errichtung der Hoch-schule am Rhein zu treffen; aber noch war dieselbe nichteröffnet, als die Schrift eines der an sie berufenen Professorenneue Klagen und Angriffe gegen deutsche Akademiker ver-anlasste und selbst die Vollendung der in den letzten Monatenso eifrig betriebenen Universitätsgründung in Frage stellte.Durch die scharfen Worte, in denen Arndt in dem eben da-mals erschienenen vierten Theil seines Geists der Zeit seinenBesorgnissen über reactionäre Bestrebungen Ausdruck gab,wurde der König so sehr verstimmt, dass er, als ihm auf seinerReise zum Achener Congress in Bonn eine Dankadresse für dieErrichtung der Hochschule überreicht wurde, jeden Dank mitden Worten ablehnte, die Universität sei ja noch gar nichtorganisirt. Solms-Laubach, der als Oberpräsident der Provinz,zu der Bonn gehörte, zum Curator der neuen Hochschulebestimmt war, stellte am 8. October dem Staatskanzler vordass durch diese Antwort des Königs im Publicum Zweifelangeregt seien, ob überhaupt die Lehranstalt in Bonn ge-gründet würde; zu ihrer Beseitigung hielt er eine baldigeofficielle Erklärung für nöthig, in der namentlich bestimmtauch der Termin der Eröffnung der Vorlesungen angegebenwürde. Von ihm und Hüllmaun, der bei der Organisationder neuen Hochschule hülfreiche Hand geleistet hat und des-halb später auch zu ihrem ersten Rector ernannt ist, wurdenSchulze ähnliche beunruhigende Mittheilungen gemacht x alser Mitte October nach Achen reiste, und als er dort am17. Nachmittags eingetroffen war, erfuhr er, dass der KönigAltenstein wenig freundlich empfangen und besonders wegenArndts Berufung getadelt hatte. Nun war gerade diese Be-