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Johannes Schulze und das höhere preussische Unterrichtswesen in seiner Zeit
Entstehung
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148 Erstes Buch. "Viertes Capitel.

preussischen Fahnen zu bekämpfen, suchte er nun diese wiederauf; in der ersten Schlacht des Befreiungskampfes hat er,wie er einst sich gewünscht, für die deutsche Sache seinLeben gelassen. Mit besonderem Interesse für ihn betrachteteSchulze später das Denkmal auf dem Kreuzberg, das „ihnin der Gestalt des nach dem Lorbeerkranz greifenden Kriegersin seinen edlen überaus ähnlichen Zügen vergegenwärtigt".Die Nachrichten von dem Ausgang des russischen Feld-zugs erregten gewaltig auch in Hanau die Gemüther; fran-zosenfeindliche Kundgebungen der Bevölkerung veranlasstenein schärferes Auftreten der Polizei. Diese schritt auch gegenSchulze ein. Um sofort bei der Eröffnung des Gymnasiumsseinen Mitbürgern darzulegen, mit welchem Geiste er dieneue seiner Leitung unterstellte Lehranstalt zu beseelen ge-denke, hatte er als Einladungsschrift zu der Feier die imvorigen Capitel erwähnte Rede drucken zu lassen, die er imMärz des vergangenen Jahres bei seinem Abschied von Weimargehalten hatte. In ihr gab namentlich eine Ausführung überTacitus dem Polizeiminister Albini begreiflichen Anstoss.Schulze hatte hier seine Schüler an ihre gemeinsame Be-schäftigung mit „den kernigten Werken des tiefsinnigenRömers erinnert, der voll bitteren Unwillens gegen seinesklavische Zeit in den Trümmern der einst freien Romaschwermüthig klagt"; aus ihnen „suchte ich Euch mitmännlichem Hass zu erfüllen gegen ein feiges an sichselbst verzweifelndes Volk und mit tapferer Liebefür die Selbstständigkeit des heimischen Landes, weilder fromme Sinn, den ich Euch als Leitstern durch desLebens viel verschlungene Pfade wünschte, in dem vater-

besonders werthvoll und erfreulich. Vergleicht man hier namentlichS. 232 und Schutzes Aufzeichnungen, so erscheint als wahrscheinlich,dass das nach letzteren im Text geschilderte Zusammentreffen desPrinzen mit Schulze und Sinclair in Frankfurt im Februar 1813 statt-fand; Schulze erzählt dasselbe zwar in unmittelbarem Anschluss anseinen Bericht über Ifflands Gastspiel im December 1812, bemerktdann aber selbst, dass „Leopold, wenn ich nicht irre, an seinem Ge-burtstag von Homburg zu Fuss aufgebrochen war, um sich auf heim-lichen Wegen nach Preussen und zur preussischen Armee zu begeben"— und der Geburtstag des Prinzen war der 10. Februar.