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Johannes Schulze und das höhere preussische Unterrichtswesen in seiner Zeit
Entstehung
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146
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146 Erstes Buch. Viertes Capitel.

gedichtet seien, erscheint kaum als wahrscheinlich nachdem, was wir über ihres Verfassers damalige Stimmung er-fahren. Aber wohl hat er in vaterländischen Gedichten,die, wie Schulze in seinen Denkwürdigkeiten sagt, auf derBettenburg entstanden und 1814 veröffentlicht wurden, ge-läutert und geklärt Anregungen verwerthet, die er in jenenHanauer Tagen, die er im Verkehr mit Schulze empfangenhatte. Ausdrücklich hat dieser bezeugt, dass ihrer BeiderGefühle und Ansichten über des Vaterlandes Noth und Hoff-nungen in vollstem Einklang standen und dass sie sich hier-über in vertraulichem Gespräch ergingen; in solchem hatsicherlich Schulze nicht verfehlt zu erzählen, dass er derErste war, der Napoleon am 16. December bei seiner Durch-fahrt durch Hanau erkannt hatte. Noch mehr als ein halbesJahrhundert später schildert er genau in seinen Denkwürdig-keiten, wie er an diesem Tag nach dem Mittagessen imGasthof zum Riesen am Fenster stand auf die tiefbeschneiteStrasse blickend. „Ein Schlitten fuhr vor, ich erkanntebeim Aussteigen Napoleon und eilte hinein dem GastwirthEbermaier Kunde zu geben. Schwerfällig bewegte er sichaus dem Gastzimmer und kehrte bald keuchend mit der Nach-richt zurück, dass der Kaiser, um ein Diner bei ihm einzu-nehmen, sich in einem Zimmer des ersten Stockwerks be-finde. Heiter tändelte der Kaiser mit der ihm aufwartendenFrau Ebermaier und eilte Abends über Frankfurt trotz desEisgangs im Rhein nach Mainz"*).

Mit welchen Gefühlen musste Schulze diese Heimkehrdes Führers des grossen Armee betrachten, deren gewaltigeMassen ihm vor einigen Monaten bei seiner Reise von Weimarnach Hanau auf allen Strassen in stolzer erschreckender Hal-tung begegnet waren! Noch wenige Tage zuvor hatte Iffland,als er ihn Abends nach seinem ^Gastspiel in Frankfurt be-

*) Auch H. Emmel bemerkt in seiner Schrift über die Schlachtvon Hanau S. 19, dass Napoleon am 16. December bis 3 Uhr im Gast-haus „zum Riesen" eine kurze Rast hielt. Nach dieser Erzählung kamNapoleon zwischen 11 und 12 Uhr Morgens nach Hanau. Was hierweiter über sein Benehmen berichtet wird, das von der „Erregtheitseines Gemüths und dem grössten Seelenkampf" gezeugt habe, klingtweniger wahrscheinlich als Schutzes im Text augeführte Mittheilung.