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Mühseligkeiten aufzumuntern und zum Vertrauen auf Gott hinzu-weisen. Die Wirksamkeit des Langen war denn auch mit demschönsten Erfolg gekrönt. Nicht weniger als 45 Priester und 15Laienbrüder wurden unter ihm aufgenommen, von welchen ver-schiedene zu Vorstehern anderer Klöster gewählt wurden, so BernardFalk und Petrus Syborg zu Koudewater. Kurzum Langen hatte biszu seinem 1638 erfolgten Tod das Kloster wieder zur schönstenBlüte gebracht. ')
So hatten sich die materiellen Verhältnisse des Klosters allmäh-lig wieder gebessert und auch die politischen Zustände schienensich zum bessern zu wenden. König Philipp 111. von Spanien schloßam 9. April 1609 mit den Qeneralstaaten einen zwölfjährigen Waffen-stillstand, nachdem der unselige Krieg vierzig Jahre gedauert undden Wohlstand vernichtet hatte. Kurz zuvor am 25. März war Her-zog Johann Wilhelm von Cleve gestorben ohne Leibeserben zuhinterlassen. Von den vielen Prätendenten ließ der Kurfürst JohannSigismund von Brandenburg unter lautem Protest des PfalzgrafenPhilipp Ludwig zu Neuburg vom Clevischen Erbe Besitz ergreifen,bis sich beide am 31. Mai 1609 dahin einigten, gegen die übrigenPrätendenten zusammenzuhalten und die Länder gemeinschaftlichzu regieren. Kaiser Rudolph betrachtete die Länder als erledigteReichslehen, legte sie unter Sequester und besetzte Jülich. KönigHeinrich IV. von Frankreich verband sich mit Brandenburg undNeuburg gegen den Kaiser, Jülich wurde erobert und der Kriegschien aufs neue diese Länder verheeren zu wollen, als HeinrichIV. am 10. Mai 1610 durch Ravaillac ermordet wurde. Die Friedens-aussichten waren zwar gering, aber einstweilen traten keine großenStörungen ein. Das veranlasste die Religiösen im Jahre 1611 wie-der nach Marienbaum überzusiedeln, nachdem sie 25 Jahre im Exilgelebt hatten. Einige blieben im Kloster Marienbloem in Calcarzurück.
Von der Rückkehr nach Marienbaum biszur Erweiterung des Klosters.
Mit welchen Gefühlen der Freude und Dankbarkeit mögen dieReligiösen ihre alten liebgewordenen Räume in dem einsamenstillen Dorf begrüßt und wieder eingerichtet haben! Sie ahntennicht, welch' schwere Gewitterwolken sich sammelten, um über
*) Sotier, Marienboom, 43—45. — v Gherwen, 80—81.