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Marienbaum als Wallfahrtsort und ehemaliges Birgittinnen-Doppelkloster
Entstehung
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mener Information vollzog der Scholaster als Richter und Kommissardurch den genannten Notar im Beisein von Meister Johann Bruggende Hyldesim, Rektor der Schule in Xanten, und Anderen am 31.August 1446 unter Einwilligung des Fürsten seitens des ClevischenScholasters Rütger v. Holt und des zeitigen Rektors der Mutter-kirche Qoswin van Wetten die Abtrennung und Erhebung der Kapellezu einem kirchlichen Benefizium und überwies demselben die seit-herigen und noch zu erwerbenden Früchte und Einkünfte. Schliess-lich ließ der Kommissar den vom Clevischen Fürsten durch denScholaster präsentierten Arnoldus Bols als Rektor der Kapelle zuund erteilte ihm die Investitur. Seitdem auf diese Weise die Kapellean gen Trapenboom selbständiger geworden war, vermehrten sich diePilger und mit ihnen die Gaben und Zuwendungen. Die HerzoginMutter Maria von Burgund, eine grosse Verehrerin ihrer Namens-patronin, verehrte dem Qnadenbild fünf kostbare Edelsteine vonverschiedener Farbe, die leider am 12. August 1568 von den plün-dernden spanischen Soldaten geraubt wurden. Ihr Sohn HerzogJohann I. schenkte nach glücklicher Beendigung der Soester Fehdeeine silberne Lampe, die ebenfalls geraubt und durch eine kupferneersetzt wurde. Am 30. April 1449 stiftete er eine Rente von 2 Mark8 Schilling aus acht Katen in Bruchemfür eine ewige, brennendeLampe vor dem Bilde U. 1. Frau", nahm die Kapelle unter seinenbesonderen Schutz und gewährte auf Bitten seiner Mutter, daß alleGaben, Renten, Früchte und Ankäufe für immer der Kapelle morti-fiziert und einverleibt bleiben sollten, und daß weder er noch seineNachfolger irgend einen Anspruch auf die Kollation der Vikarie be-sässen. *)

Was aus der Kapelle an gen Trappenboom noch werden sollte,davon hatte schwerlich jemand eine Ahnung.

Die Wallfahrtskirche an gen Trappenboom wirdKlosterkirche einesBirgittinen-Doppelklosters.

Die fromme Herzogin Maria von Burgund lebte nach dem am 19.September 1448 erfolgten Tod ihres Gemahls, des Fürsten AdolphsI. von Cleve, in dem herrlichen Schloss Monterberg bei Calcar, dasihr neben einer reichen Leibzucht als Witwensitz zugewiesen war,ganz still und zurückgezogen von der Welt in frommen Werken sich

') Holstein, pag. 16 die Urkunde lateinisch und deutsch.