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Xantener Kanonichs Everhard v. Stockheim als ihres Mombers dieSchenkung nochmals repetiert und konfirmiert habe. *)
Ein Gut in der Xantener Fürth fiel dem Kloster mit dem Kloster-bruder Heinrich Solinander 2 ) aus Büderich, einem Enkel von ReinerSolinander, Leibarzt bei Herzog Wilhelm von Cleve, der Johanna v.Eikel zur Frau hatte, am 12. August 1644 zu. Marlenbaum mußteKloster Fürstenberg jährlich 15*/2 Pfund Wachs daraus bezahlen.
Von der Erweiterung des Klosters.
Während der unruhigen Kriegszeiten war an eine Restaurationund Erweiterung des Klosters, so nötig auch beide waren,nicht zu denken. Sobald sich jedoch die Lage der Dinge ruhigergestaltete, ging man zur Vergrößerung des Brüderkonventes über.Das sogenannte kleine Büschchen wurde mit in den Bering ge-zogen und mit einer Mauer umgeben. Der Große Kurfürst schenktedafür den Abbruch der Kapelle neben dem Schloß auf Monterbergund Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm den benötigten Mörtel. Am 28.Juli 1650 legte Prior Andreas Schinkel den ersten Stein zum Bau,der innerhalb eines Jahres vollendet wurde. Zum Andenken an dieSchenkung wurde in die Mauer ein Stein mit dem Brandenburgi-schen Wappen und der Inschrift:
Aeternae gratitudinis monumentumAeternae gratitudini consecratumeingelassen.
Zu dem eigentlichen Vergrößerungsbau kam man erst nach demAbleben des Großen Kurfürsten. Sein Nachfolger Friedrich III. gabden Abbruch des Schloßes auf Monterberg dafür her. Die schwerenKontributionen, die bis dahin durch den Einfall der Franzosen von1672 bis 1678 an der Tagesordnung waren, hatten die Bautätigkeitunterbrochen. Auch der Ausgang des Jahrhunderts und der Beginades folgenden gestalteten sich recht traurig. 1698 und 1699 wareine große Mißernte, 1700 eine allgemeine Mäuseplage und schreck-liches Hagelwetter zur Erntezeit, daneben grassierte die rote Ruhr
2 ) 2 Originalurkunden in der Landgerichtsbibliothek zu Cleve, beide mit Siegel.
2 ) Heinrichs Vater, Richter in Büderich, hinterliess eine Tochter Anna, die anEverhard v. Loesen, Richter in Büderich, verheiratet war. Eine Tochter desLeibarztes mit Namen Johanna lebte 1640 als unverheiratet in Cleve. Eineandere Verwandte von ihm Margaretha Anna Solinander wurde unter Marga-relha von Rechteren, Mater des Kloster Gertrudenthal in Büderich, durch denRektor Martin Steffken ins Kloster aufgenommen.