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Thlr. testamentarisch vermachten. *) Geesken v. Ulfft, Tochter vomkönigl. Hauptmann Qerard, genannt Paess, und Anna v. den Stein,brachte 1603 als Mitgift ein Stück Land von 6 Scheffelsaat auf demDam bei Calcar mit. Barbara Baerstetter, Tochter von Wilhelm B.genannt Stolzweiler und Gertrud Bercks, erhielt von ihren Elternbeim Eintritt 1604 eine Rente von 137s Thlr. 2 )
Testamentarische Legate bekam das Kloster 1. von Beel Putteneine Rente von 10 Thlr. aus deren Hof in Uedemerfeld. s )
2. Durch Wilhelm v. Hoen am 16. November 1595 ein Legat von204 Thlr. von Johann v. Hoen zu einem Jahrgedächtnis an dessenSterbetag. Das Legat hatte Junker Wilhelm v. Till von weilandBruno v. Hoen empfangen und am 20. November 1567 dem Johannv. Hoen am Gericht inWisselward aufgetragen. Es beruhte auf demHof „in den Endenbosch". ")
Von der 1601 verstorbenen Evertgen v. Jockeren bekam es 200Goldgulden, die Herzog Wilhelm von Cleve 1544 von dem ReeserBürger Evert v. Huet „to betalinge der swarter ruiter" aufgenommenund auf Mühle und Gemahl an der Rosau verschrieben hatte. DieSumme wurde überwiesen am Gericht in Rees durch die Testaments-vollstrecker Bernhard Louwermann, Dechant in Emmerich, Steffenvon Pluiren, Kanonich in Rees, Arnt von Rees, Bürgermeister inEmmerich, Lizent. jur. Conrad v. Rees und Hermann ter Lyp. 5 )
Die bedeutendste Acquisition machte das Kloster an dem Wis-seier Stiftsvikar Christoph Langen aus Calcar, der 1602, wo es nurnoch einen Priester Heinrich ten Dael besaß, eintrat. Die Pesthatte im Jahre 1599 neuerdings in Calcar und auch im Kloster vieleOpfer gefordert und von den Geistlichen nur den ten Dael ver-schont. Es herrschte deshalb große Sorge, daß das Klosterpersonalaussterben möchte, zumal auch in andern Klöstern desselbenOrdens wie in Marienforst und Koudewater Mangel an Geistlichenwar. Langen, obwohl erst Novize, übernahm nach dem Tod desten Dael mit Zustimmung der Oberen die Leitung des Klosters mitsolcher Umsicht und Gewandtheit, daß er 1605 zum Prior und Con-fessor generalis gewählt wurde. In den ersten Jahren hatte er ander ebenfalls aus Calcar gebürtigen Priorin Henrica Kaeks, die 1542den Schleier nahm und am 4. August 1605 zu Calcar im Ruf derHeiligkeit starb, eine große Stütze. Sie verstand es, ihn in den
') Copialbuch fol. 102. Arnold v. Leuwen begraben in der Stiftskirche zu Cleveneben S. Anna-Altar. — Assuerus Hopp, gest. 2. April 1610, ebendort begrabenin der Nähe der Kanzel, Jungfer Gertrud Hopp, gest. 1604, neben Assuerus.Vergl. Schölten, Beitr. zur Geschichte der Stadt Cleve. 1905, S. 185 u. 189.Köhler. Emmericher Programm 1887. S. 32, 33.
2 ) Ebendas. fol. 121.
s ) Ebendas. fol. 118.
') Ebendas. fol. 81.
5 ) Ebendas. Nr. 130.