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Marienbaum als Wallfahrtsort und ehemaliges Birgittinnen-Doppelkloster
Entstehung
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Am 11. August 1554 verschrieb Herzog Wilhelm für 500be-scheide uprechte Dalers" dem Kloster eine Rente von 25 Dalersaus Snypertsward in der Rentei Emmerich. ')

Am 18. Mai 1588 überwies der vorgenannte Schöffe Heinrich Ryper-bant aus Emmerich mit seinen Söhnen Arnt und Cracht zugleichals Vormünder seiner beiden noch unmündigen Kinder Mychielkenund Sibert an seine Tochter Anna, professte Schwester in Marien-baum, eine Leibrente von 5 Daeler aus seinem Haus in der Hos-pitalstraße neben Propst Diedrich v. den Loe und aus 6 Malter-saatlanddie Rynsche Maet". An demselben Tage sicherte Ryper-bant dem Bruder Johann v. Delft für die Äbtissin Birgitta v. Rys-wick und Confessor Heinrich v. Calcar200 Daeler aus seinem stei-nernen Haus jenseits des Rheins. 2 )

Von ausländischen Erwerbungen führen wir kurz diese an. Vons'Hertogenbosch bekam Marienbaum zwei Renten, die eine von 70Gulden 1528, die andere von 84 Gulden 1536, vom KarthäuserklosterGertrudenberg eine von 75ponden, dat pond" zu 40 Flämischengroet, die es 1528 von den Städten Dordrecht, Haarlem, Delft, Lei-den und Gouda, die wegen der Kriege in großer Not sich befanden,gekauft hatte. *)

Im Land von s'Heerenberg kaufte Marienbaum 1541 aus einerWeide in Zeddam eine Rente von 20 Goldgulden und 1530 aus 40Maltersaatland in Netterden eine solche von 24 Gulden. *)

Vom Karthäuserkloster Nyenlicht vor Utrecht erwarb es 1543 eineRente von 27 1 /» Carolusgulden, vom Schöffenstuhl in Barsingerhornin Nordholland 1544 eine Rente von 6 ponden und an demselbenTag eine von reichlich 12 ponden, von Ypolit de Crequigny 1544efne Rente von 25, von den Schöffen in Schagen eine von 25 undvon 6 ponden 5 Schilling und 1553 in Kortehoef bei Hilversum 3'/*Acker Land. s )

Im Land von Ravenstein erhielt das Kloster am 19. Juli 1633vor den Schöffenaen Maesland" unter Einwilligung von DiedrichSiberch v. Wischelingen tot Kestenich, Kurf. Platz-NeuburgischemGeheimrat, Drost des Landes als Obervormünderder onnoeseleen simpele Isabella Montz" von deren Bruder Lambert Montz eineRente von 10 Gulden Clevischer Währung aus 11 Hond Land intHungerfeld in Pfarre Deursen. 6 )

Doch auch an Leiden und Bitterkeiten sollte es in dieser Zeitdem Kloster nicht fehlen. Herzog Wilhelm von Cleve glaubte seitdem Tod Herzogs Carl von Geldern im Jahre 1539 ein Recht auf

') Kopialbuch, f. 100.

a ) Ebendas. f. 246 und 2442.

3 ) Ebendas. f. 222, 226, 234

*) Ebendas. f. 222 und 242.

B ) Ebendas. f- 208230 und 256.

°) Ebendas. f. 239.