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nach dem es am 15. Juni 300 Goldgulden zu 5 Prozent zu demsel-ben Zweck aufgenommen hatte. ')
Am 3. März 1485 erwarben Äbtissin Huberta v. Lyshout undBruder Lambert v. Rees den vom Clevischen Fürsten leibgewinns-rührigen Hof in Gesthusen Pfarre Vynen, woraus das Kloster be-reits 1471 und 1473 Erbrenten gekauft hatte. ')
Am 28. Januar 1488 verkaufte Griet, Witwe von Derick v.Wyssel, vor den Schöffen in Uedemerbruch 15 Morgen Bruchland,wovon der Landesherr von jedem Morgen lO'/s „heerenpenningh",V* Huhn und den Zehnten bekam. s ) Ihr Sohn Johann v. Wysselveräußerte am 25. Februar desselben Jahres das Gut to Pelden inUedemerfeld, ein Leibgewinnsgut aus dem Bischofshof in Xanten,woran er allein noch behandigt war, und die Marienbaumer Kloster-schwestern Johanna v. Cleve, Birgitta v. Theveren und Katharinav. Essen behandigt wurden. 4 )
Am 2. Juni 1492 gestattet Herzog Johann II. dem Johann v.Wewerden (der zum Herzoglichen Hofgesinde gehörte), aus seinemLehnsgut in gen Loe zu Appeldorn eine Rente von 7'/a Gold-gulden an das Kloster zu verkaufen. 5 ) Am 30. April 1504 verkauftedieser v. Wewerden an das Kloster 1 Morgen Land aus dem vomHerzog durch das Kloster angekauften Wald. Am 4. Februar 1499streckte das Kloster der Stadt Calcar 300 Goldgulden vor, die sieneben anderem Geld dem Herzog für die Geldernsche Fehde her-gab. 6 )
Während so das Kloster in schönster Entwicklung begriffenwar, wurde es um die Wende des 15. Jahrhunderts schwer heimge-sucht und hatte von da ab viel von äußern und inneren Drangsalen"zu leiden. Der am Burgundischen Hof erzogene Herzog Johann II.geriet mit dem ebenso kriegerisch gesinnten Herzog von GeldernCarl v. Egmond in einen verderblichen Krieg. Vereint mit denTruppen des Königs Ludwig XII. von Frankreich fiel Carl 1499 insClevische ein und verübte die entsetzlichsten Gräuel. In Xantenwurden Häuser und Mühlen eingeäschert, Einwohner weggeschleppt,die Veste Beeck am Rhein gänzlich zerstört und Bauerschaiten,die sich nicht freigekauft, niedergebrannt. Das Kloster Marienbaumwurde für große Summen gebrandschatzt und in seinen Besitzungen,namentlich in Liemers, Goch, Asperden sehr geschädigt. ')
') Copialbuch f. 113—115.2 ) Ebendas. f. 130.') Ebendas. f. 130, Nr. 226.J ) Ebendas. f. 34.5 ) Ebendas. f. 91.
«) Ebendas. f. 113, 114. ' •
') Nettesheim, Gesch. d. Stadt Geldern. Crefeld. 1863, 196 ff. Schölten, Gaesdonck.Münster 1906, 40 ff.